DFB-Teammanager vor Duell mit "Ösis": Bierhoff vom Sieg der Deutschen überzeugt

Podolski, Lahm und Westermann sind einsatzbereit An Cordoba kann sich Bierhoff nicht mehr erinnern

DFB-Teammanager vor Duell mit "Ösis": Bierhoff vom Sieg der Deutschen überzeugt © Bild: Reuters/Grimm

Deutschlands Nationalmannschaft ist vom Aufstieg ins EURO-Viertelfinale überzeugt. "Wir werden hochkonzentriert und auch mit Selbstvertrauen ins Spiel gehen. Wenn wir eine hundertprozentige Leistung abrufen, kann es nur einen Sieger geben: Deutschland", sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff über das bevorstehende Entscheidungsspiel gegen Österreich in Wien. Den Deutschen reicht dabei bereits ein Punktgewinn zum Aufstieg.

Die DFB-Auswahl kann gegen Österreich auch wieder auf die zuletzt angeschlagenen Spieler, Dreifachtorschütze Lukas Podolski und Außenverteidiger Philipp Lahm, setzen. "Bei Lahm und Podolski sehen wir kein Problem", erklärte Bierhoff. Dazu sei auch der Einsatz von Heiko Westermann mit einer Manschette möglich. Einziges Problemkind ist Marcell Jansen, der an einer Schulterzerrung laboriert. "Für ihn schaut es nicht so gut aus in Richtung Österreich-Spiel", sagte Bierhoff. Der Bayern-Abwehrspieler wäre aber wohl auch so nach zuletzt schwacher Darbietung nicht zum Einsatz gekommen.

"Bei der EM reichen auch 97 oder 98 Prozent nicht, das hat uns das Spiel gezeigt", betonte der 40-Jährige. Durch die Niederlage steht der dreifache Europameister plötzlich vor dem neuerlichen Endrunden-Aus in der Gruppenphase, wie bereits in den Jahren 2000 und 2004. Bierhoff will davon aber nichts wissen. "Wir sind voll fokussiert auf das Spiel und haben immer wieder gezeigt, dass wir nach Niederlagen wieder aufstehen können. Ich bin überzeugt, dass es klappen wird und mache mir keine Sorgen", so der ehemalige Austria Salzburg-Stürmer.

"Müssen wir uns stellen "
Die Situation vor dem Spiel sei zwar spannend, "aber nicht wie wir sie haben wollten", gestand der DFB-Teammanager. "Ängste haben wir nicht, aber wir müssen natürlich Respekt haben. Die Österreicher sind hochmotiviert und haben die Unterstützung vom ganzen Land, auch im Stadion. Es wird klar eine Kopfsache sein", so Bierhoff weiter. Das mache die Sache zwar nicht leichter, "aber dem müssen wir uns stellen".

Cordoba ist für den 40-Jährigen kein Thema. "Wir brauchen nicht in die Vergangenheit schauen und ich kann mich an das Spiel nicht mehr erinnern", sagte Bierhoff. Trotzdem ist sich der ehemalige Serie-A-Torschützenkönig aber bewusst, dass seine Truppe mehr als zuvor unter Druck steht und kann dem auch Positives abgewinnen. "Viele Sachen entstehen unter Druck: Öl, Diamanten,... So gesehen braucht man Druck", witzelte der Teammanager und fügte hinzu: "Es ist ein schwieriger Moment, aber die Mannschaft ist es gewöhnt, unter solch einem Druck zu stehen."

Gomez nicht erste Wahl
Die DFB-Elf kassierte nach dem souveränen 2:0-Sieg gegen Polen eine 1:2-Schlappe gegen Kroatien und kann dadurch nur mehr Gruppenzweiter werden. "Die Spieler sind gefordert zu zeigen, dass die Leistung gegen Kroatien nicht ihr wahres Gesicht war", betonte Bierhoff.

Personell wird es auf jeden Fall zu Veränderungen kommen. Auch wenn der Teammanager nicht näher darauf eingehen wollte, machte er doch eine interessante Anmerkung: "Wir haben vollstes Vertrauen in unsere Stürmer, aber auch Alternativen." Die Tage des zuletzt extrem schwachen Mario Gomez im Angriff dürften wohl gezählt sein, anstelle des mit Bayern München in Verbindung gebrachten Jungstürmers wird Podolski an vorderster Front erwartet. "Ich spüre keinen Klimawandel, die Atmosphäre in der Mannschaft ist weiter positiv", sagte Bierhoff.
(apa/red)

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