Deutschland ehrt Mesut Özil mit dem
Integrationspreis: Warum eigentlich?

Pohl-Position von Walter Pohl über die Bambi-Falle PLUS: Wie ist IHRE MEINUNG zu diesem Thema?

Deutschland ehrt Mesut Özil mit dem
Integrationspreis: Warum eigentlich? © Bild: NEWS

Letzte Woche in Berlin-Potsdam. Großes Brimborium bei der Verleihung der „Bambis“, bei der alljährlich versucht wird, an der Havel ein bisschen dem „Oscar“ nachzulaufen. Erstmals wurde dabei ein „Integrationspreis“ vergeben, und wer die opulente Zeremonie gesehen hat, fragte sich danach wohl: Wozu eigentlich?

Zunächst hielt Moderatorin Nazan Eckes eine zwangsgewundene Laudatio auf den späteren Preisträger. Sie selbst wurde am 9. Mai 1976 in Köln geboren, als „Türkin“ gilt sie nur für jene Menschen, die ständig nationale Ahnenforschung betreiben. Dann kam der Geehrte auf die Bühne: DFB-Nationalspieler und Real-Madrid-Star Mesut Özil. Geboren am 15. Oktober 1988 in Gelsenkirchen. Er wusste nicht so recht, was er sagen sollte. Hier wurde einer als Symbol für die Integration vorgeführt, der gar nicht versteht, wie das eigentlich so kommt. Und am Ende stand eine plumpe Zwangsbepreisung, die genau das Gegenteil dessen bewirkt, was vielleicht ganz gut gemeint war. Der Hautgout des Geschmäcklerischen nach dem Motto: Er ist einer von uns – aber vergesst nicht, er ist ein bisschen Türke!