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Koalitionsgespräche: Merkel und Gabriel bei Ministerposten einig?

SPD-Chef Gabriel soll Vizekanzler werden, wichtige Ressorts werden "gespiegelt"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht mit dem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel. © Bild: APA/DPA/Rainer Jensen

Die Postenverteilung in einer künftigen Großen Koalition in Deutschland stehen einem Bericht zufolge bereits weitgehend fest. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und SPD-Chef Sigmar Gabriel hätten sich auf Eckpunkte bei der Ressortverteilung im Kabinett verständigt, berichtet der "Spiegel". Gabriel selbst soll demnach Vizekanzler werden. Die SPD dementierte den Bericht allerdings.

Laut "Spiegel" trafen sich Merkel und Gabriel zuletzt zu mehreren Vier-Augen-Gesprächen. Dabei hätten sie sich unter anderem darauf geeinigt, dass Gabriel als Vizekanzler ins Kabinett eintreten solle, berichtete das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Parteikreise.

Wichtige Ressorts sollten "gespiegelt" werden, berichtete das Magazin. Demnach solle etwa von Außen- und Verteidigungsministerium sowie von Innen- und Justizministerium je eines an die SPD und das jeweils andere an die Union fallen.

"Über Personalien wurde noch nicht gesprochen"

Ein SPD-Sprecher sagte am Samstag zu dem Bericht: "Über Personalien wurde noch nicht gesprochen." Es habe zwar sicherlich Gespräche zwischen Merkel und Gabriel gegeben. "Aber es gab keine Festlegungen zu Personalien." Und auch über die mögliche Verteilung der Ministerien gebe es "keine Festlegungen". Angeblich sollen auch die SPD-Vorstellungen für Steuererhöhungen vom Tisch sein.

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