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Der 1. FC Köln bleibt in der
Bundesliga weiter ohne Gegentor

Auch Mönchengladbach beißt sich am Aufsteiger die Zähne aus. Stöger unzufrieden.

Marcel Risse im Spiel Köln gegen Gladbach © Bild: GEPA pictures/ Witters/ Uwe Speck

Peter Stöger hat auch sein viertes Spiel als Cheftrainer in der deutschen Bundesliga ohne Gegentor überstanden. Sein 1. FC Köln erreichte am Sonntag im Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach ein leistungsgerechtes 0:0. Köln liegt damit punktegleich mit dem ebenfalls ungeschlagenen Lokalrivalen auf dem achten Tabellenplatz.

Trotz der beeindruckenden Serie für einen Aufsteiger zeigt sich Chefcoach Peter Stöger aber nicht wirklich zufrieden. "Ich kann nicht sagen, dass ich restlos glücklich bin, nach vier Spieltagen nur zwei Tore erzielt zu haben."

Peter Stöger berührt seine Brille
© GEPA pictures/ Witters/ Uwe Speck Peter Stöger muss in der Defensive noch nachjustieren

Drittschlechteste Offensive der Liga

Drei von bisher vier Ligaspielen der "Geißböcke" endeten torlos. Mit zwei Treffern haben die Kölner die drittschlechteste Torausbeute in Liga eins. Einzig die enttäuschenden Nachzügler HSV (torlos) und VfB Stuttgart (ein Tor) sind noch schlechter dran.

Auch deshalb hebt Stöger das Positive hervor: "Es gibt einige Mannschaften in der Bundesliga, die froh wären, das eine oder andere mal so gespielt zu haben wie wir." Freuen kann sich zudem Keeper Timo Horn. Keinem Torwart-Debütanten ist es bislang gelungen, im Oberhaus so lange unbezwungen zu bleiben.

Paderborn thront auf der Eins

Das Lokalduell gegen Gladbach war von taktischer Disziplin geprägt. Martin Stranzl spielte bei den Gästen ebenso in der Innenverteidigung durch wie ÖFB-Teamspieler Kevin Wimmer bei den Kölnern. Durch das Remis verpassten beide Teams den möglichen Sprung an die Tabellenspitze. Dort thront vorerst weiter überraschend Aufsteiger Paderborn vor Mainz und Hoffenheim. Titelverteidiger Bayern München (0:0 beim HSV) ist Vierter.

Paderborn-Goalie Lukas Kruse
© GEPA pictures/ Witters/ Tim Groothuis Tabellenführer nach vier Runden: SC Paderborn

Ausschreitungen der Fan-Gruppen

Vor dem Spiel ist es übrigens zu Ausschreitungen zwischen rivalisierenden Fangruppen gekommen. Sechs Verletzte, ein massives Polizeiaufgebot und 93 festgenommene Randalierer bilanzierte die Polizei nach dem 81. Rheinderby in der deutschen Bundesliga.

Gegen 14.00 Uhr gingen Anhänger beider Clubs in der Nähe des Stadions unter anderem mit Dachlatten aufeinander los. 77 Männer wurden in Gewahrsam genommen. Eine Stunde später trafen mehrere hundert gewalttätige Fans neuerlich aufeinander. Beamten der Bereitschaftspolizei und der Reiterstaffel konnten die Fangruppen mit Unterstützung von Bundespolizisten trennen. Die Abreise der Fans verlief dagegen friedlich.


Die Polizei nahm insgesamt 93 Menschen vorübergehend in Gewahrsam und stellte 22 Strafanzeigen. Sechs Menschen wurden leicht verletzt, davon vier Polizisten.

Erste Pleite für Leverkusen

Die erste Liganiederlage der Saison setzte es für Bayer Leverkusen. Das Team des ehemaligen Salzburg-Trainers Roger Schmidt kam in Wolfsburg mit 1:4 unter die Räder. Unter der Woche hatte sich die Werkself auch in der Champions League in Monaco mit 0:1 geschlagen geben müssen.

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