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FC Bayern sinnt auf Wiedergutmachung

Nach dem 1:4-Debakel zum Frühjahrsstart gegen Wolfsburg soll nun Schalke büßen

David Alaba oben ohne © Bild: GEPA pictures/ Citypress24/ Hay

Nach dem umliebsamen Frühjahrserwachen will der FC Bayern seine Vorherrschaft in der deutschen Bundesliga wieder untermauern. Vier Tage nach dem 1:4 in Wolfsburg peilt der Meister am Dienstagabend im Heimspiel gegen Schalke 04 (20.00 Uhr) Wiedergutmachung an. Trainer Pep Guardiola hat jedenfalls mit den Münchnern noch nie zwei Pflichtspielen in Folge verloren.

Pep Guardiola hofft, dass die deutliche Pleite die Sinne der Spieler wieder schärft. Jedes einzelne Spiel sei "schwierig", betonte er - und gab Kritikern noch etwas auf den Weg. "Wenn wir gewinnen, sind wir die beste Mannschaft der Welt. Wenn wir verlieren, sind wir eine Katastrophenmannschaft", erklärte Guardiola. Der Katalane verwies auf Borussia Dortmund: "Sie haben super Spieler, eine Spitzenmannschaft. Aber heute sind sie Tabellenletzter. Das kann uns auch passieren."

Bayern wollen "das wieder gerade rücken"

In der ersten englischen Runde des Jahres verteidigen die Bayern einen beruhigenden Acht-Punkte-Polster auf den ersten Verfolger Wolfsburg. Sollte jedoch auch gegen den Vierten Schalke ein Ausrutscher folgen, droht eine unruhige Zeit. Das Selbstbewusstsein beim Rekordmeister war aber ungebrochen groß. "Die Motivation, das wieder gerade zu rücken, ist natürlich sehr hoch", meinte Thomas Müller.

Thomas Müller schreit
© GEPA pictures/ Witters/ Tim Groothuis Thomas Müller möchte Wiedergutmachung betreiben

Für die Schalker kommt die Partie in München zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. "Die Bayern bekommen selten Niederlagen, und schon gar nicht zweimal hinter", sagte Sport-Vorstand Horst Heldt. Zudem muss der Revierclub eine ganze Reihe von Spielern ersetzen, auch Torjäger Klaas-Jan Huntelaar wegen einer Rot-Sperre. Christian Fuchs scheint bei Schalke gesetzt, auch David Alaba sollte bei den Münchnern wieder in der Start-Elf stehen.

Wolfsburg muss Ball flach halten

Der Zweite Wolfsburg ist bei Eintracht Frankfurt im Einsatz. Nach dem Coup gegen den Meister warnte Trainer Dieter Hecking, die Partie auf die leichte Schulter zu nehmen. "Das wird die schwierigste Aufgabe. Ich bin gespannt darauf, wie wir mit der neuen Situation umgehen", sagte Hecking. Der Dritte Mönchengladbach empfängt den SC Freiburg. Mit einem vollen Erfolg könnten Martin Stranzl und Co. den Champions-League-Platz halten.

Im Aufwind befindet sich auch Julian Baumgartlinger mit Mainz nach dem 5:0 gegen Paderborn. In Hannover scheint die Ausgangslage schwieriger. Erst Mittwoch kann Dortmund zu Hause gegen Augsburg den Versuch starten, die Rote Laterne wieder los zu werden. Der Vorletzte Stuttgart tritt zeitgleich bei den zuletzt in Hamburg siegreich gebliebenen Kölnern an. Der Aufsteiger aus Köln um Trainer Peter Stöger würde den Abstand auf die Abstiegsränge mit einem Heimerfolg weiter anwachsen lassen. Dies trifft auch auf Bremens Auftritt in Hoffenheim zu.

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