Deutsches Wahlrecht: Erststimme für die Kandidaten und Zweitstimme für Parteiliste

Beide Landtage werden für fünf Jahre gewählt

In Niedersachsen und Hessen haben die Bürger wie bei der deutschen Bundestagswahl eine Erststimme für einen Direktkandidaten und eine Zweitstimme für eine Parteiliste. Beide Landtage werden für fünf Jahre gewählt.

Die hessische Volksvertretung in Wiesbaden zählt gemäß der Verfassung 110 Sitze. 55 Bewerber werden aus den Wahlkreisen direkt in den Landtag gewählt, weitere 55 Bewerber kommen von den Parteilisten. Überhangmandate sind nicht vorgesehen. 17 Parteien treten diesmal zur Landtagswahl an. Von den 6,1 Millionen Hessen sind knapp 4,4 Millionen wahlberechtigt. Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre. Der neue Landtag soll am 5. April 2008 in Wiesbaden zur konstituierenden Sitzung zusammenkommen.

Auch die Niedersachsen wählen für eine Legislaturperiode von fünf Jahren. Ihr Landtag besteht aus mindestens 135 Abgeordneten. Davon werden 87 Abgeordnete in den Wahlkreisen gewählt und 48 nach Landeswahlvorschlägen. Ergibt die Berechnung, dass eine Partei in den Wahlkreisen mehr Direktsitze gewonnen hat als ihr nach dem Zweitstimmenanteil zustehen, bleiben ihr diese als sogenannte Mehrsitze oder Überhangmandate erhalten. Damit die Stärke der Parteien im Landtag dem Verhältnis der gültigen Zweitstimmen entspricht, werden Ausgleichsmandate vergeben. 2003 waren es 28 Überhang- und Ausgleichsmandate.

Die 6,1 Millionen niedersächsischen Wahlberechtigten können sich zwischen 14 Parteien entscheiden. Der neu gewählte Landtag muss laut Verfassung spätestens am 26. Februar 2008 zusammentreten. (apa/red)