" profil": Deutsches Ministerium weiß
nichts von einer Eurofighter-Überlassung

Noch keine offizielle Anfrage wegen gebrauchter Jets

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, weiß das deutsche Bundesministerium der Verteidigung (BMVG) nichts von einer etwaigen Abgabe gebrauchter Eurofighter an Österreich, wie diese von Verteidigungsminister Norbert Darabos nach den Vergleichsverhandlungen mit der Eurofighter GmbH in Aussicht gestellt worden war. Wie der Sprecher der deutschen Luftwaffe gegenüber "profil" bestätigt, sei "noch keine offizielle Anfrage bezüglich gebrauchter Bundeswehr-Jets" an das Verteidigungsministerium herangetragen worden: "Weder von Eurofighter, noch von Österreich. Kurz gesagt: Wir wissen von nichts."

Man habe selbst erst über die Medien erfahren, dass sechs Eurofighter der Tranche 1 aus eigenen Beständen an Österreich abgegeben werden sollten, heißt es aus dem deutschen Verteidigungsministerium. Theoretisch könne man sich aber vorstellen für Österreich zu "prüfen, ob die Abgabe von bis zu sechs Maschinen aus dem Bestand der Luftwaffe machbar sei". Allerdings heiße das nicht, dass das auch problemlos möglich sei. Es seien "die Auswirkungen auf den operativen Flugbetrieb der Luftwaffe zu berücksichtigen".

Eurofighter-Sprecher Wolf-Dietrich Hoeveler reagiert gegenüber "profil" diesbezüglich gereizt: "Wie haben uns verpflichtet diese Maschinen zu liefern. Wie wir das machen, kann Österreich völlig egal sein. Die Details gehen niemanden was an."

Laut Auskunft des deutschen Luftwaffensprechers verhandelt Österreich momentan mit Deutschland auch über ein Stationierungsabkommen für österreichischen Truppen auf deutschem Boden bis zum Herbst. Das deutet auf eine vorläufige in Betriebnahme der Eurofighter im deutschen Manching anstatt in Zeltweg hin. Laut Darabos-Sprecher Answer Lang sei aber noch alles im Fluss: "Wir prüfen derzeit beide Optionen - Manching und Zeltweg."

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