Deutscher Jobmotor auf vollen Touren: mehr Vollzeitarbeit und weniger Mini Jobs

Niedrigste Arbeitslosigkeit seit Anfang der 90er Jahre Markanter Unterschied zum Aufschwung 1999/2000

 Deutscher Jobmotor auf vollen Touren: mehr Vollzeitarbeit und weniger Mini Jobs

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erwartet im kommenden Jahr die niedrigste Arbeitslosigkeit seit Anfang der 90er-Jahre. In einer am Mittwoch veröffentlichten Prognose geht ihr Forschungsinstitut IAB von durchschnittlich 3,44 Mio. registrierten Erwerbslosen im Jahr 2008 aus. Niedriger war die Arbeitslosenzahl zuletzt 1993. Der Abbau der Arbeitslosigkeit und der Aufbau neuer Stellen werden sich nach Einschätzung der Forscher fortsetzen, wenn auch etwas langsamer als in diesem Jahr.

Die Erwerbslosenzahl wird der Prognose zufolge im Vergleich zum laufenden Jahr um 360.000 zurückgehen, wobei sich der Rückgang im Jahresverlauf aber abschwächen werde. Die IAB-Forscher gehen dabei von einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent aus. Auch der Beschäftigungsanstieg setze sich fort. Trotz eines leichten Konjunkturdämpfers im Vergleich zum laufenden Jahr werde die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresschnitt um 310.000 zulegen. Darunter seien allein 270.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Arbeitsvolumen um zwei Prozent zugenommen
Im aktuellen Aufschwung hat sich die Lage am Arbeitsmarkt nach IAB-Darstellung deutlicher verbessert als in früheren Phasen der konjunkturellen Erholung. Es seien mehr Vollzeit-Arbeitsplätze und weniger Mini-Jobs geschaffen worden als bei etwa gleichem Wirtschaftswachstum in den Jahren 1999/2000. Auch das Arbeitsvolumen habe mit plus zwei Prozent stärker zugenommen als damals (plus 1,2 Prozent). Vieles spreche dafür, dass auch die strukturelle Arbeitslosigkeit sinke. "Dies ist ein markanter Unterschied zum Aufschwung der Jahre 1999/2000", heißt es in dem IAB-Bericht. "Dieser Aufschwung zeigt damit ein freundlicheres Gesicht am Arbeitsmarkt."
(apa/red)