Deutscher Geschäftsführer geht nach Gift-
Gau: Vertrag mit Alu-Werk wurde aufgelöst

Nach der Giftschlammkatastrophe nahm er den Hut Weil "ungarische Sprachkenntnis" nicht erfüllt wurde

Deutscher Geschäftsführer geht nach Gift-
Gau: Vertrag mit Alu-Werk wurde aufgelöst © Bild: Reuters/Szabo

Nach der Giftschlammkatastrophe in Ungarn hat der deutsche Geschäftsführer der Ungarischen Aluminium-AG (MAL) seinen Posten niedergelegt. Das Vertragsverhältnis sei mit Wirkung vom 15. Oktober einvernehmlich aufgelöst worden, teilte die MAL auf ihrer Webseite mit. Grund dafür sei, dass der Spitzenmanager "die für eine operative Führungskraft in der entstandenen Situation unumgängliche Voraussetzung der ungarischen Sprachkenntnis auf annähernd muttersprachlichem Niveau nicht erfüllt".

Der Geschäftsführer war nach dem Unglück öffentlich nicht in Erscheinung getreten. Er ist auch nicht unter den bisher drei Führungskräften der MAL, gegen die die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf fahrlässige Massengefährdung und Umweltschädigung ermittelt. Im Namen des Unternehmens äußerten sich bisher Generaldirektor Zoltan Bakonyi und der Direktionsratsvorsitzende Lajos Tolnay, der zugleich auch einer der Besitzer der MAL ist.

Bakonyi war nach seiner Festnahme vor zehn Tagen vom Gericht in Veszprem wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Am Dienstag bestätigte das Gericht diese Entscheidung und wies den Einspruch der Staatsanwaltschaft gegen die Freilassung ab.

Der deutsche Topmanager werde künftig als Geschäftsführer der MAL Deutschland tätig sein, hieß es in der Unternehmensmitteilung weiter. Die deutsche MAL-Tochter mit Sitz in Düsseldorf ist ein Großhandelsunternehmen für Bergbauprodukte.

(apa/red)