Prochaska-Triumph von

Deutscher Filmpreis: "Das finstere Tal" ist Favorit

Österreichischer Film gleich neun Mal nominiert - Moretti für beste Nebenrolle

Das finstere Tal © Bild: Allegro Film / Thomas W. Kiennast

Tiefgründigkeit schlägt Publikumshit: Beim Deutschen Filmpreis geht der düstere Heimatfilm "Das finstere Tal" des österreichischen Regisseurs Andreas Prochaska mit neun Nominierungen als klarer Favorit ins Rennen, während der Kassenschlager "Fack Ju Göhte" eher eine Nebenrolle spielt. Erwin Wagenhofer ist mit "Alphabet" als bester Dokumentarfilm nominiert. Die Verleihung findet am 9. Mai statt.

"Das finstere Tal" erhielt unter anderem Nominierungen in den Kategorien bester Film, beste Regie (Andreas Prochaska) und beste männliche Nebenrolle für Tobias Moretti, der in dieser Kategorie mit dem Burgschauspieler Michael Maertens ("Finsterworld") konkurriert. Der Natascha-Kampusch-Film "3096 Tage" ist für "Beste Tongestaltung" nominiert.

"Die andere Heimat" auf Platz zwei

Auf den zweiten Platz in der Hitliste der Nominierungen schaffte es mit sechs Nennungen das Kinoepos "Die andere Heimat" von Edgar Reitz, gefolgt von Frauke Finsterwalders Ensemblefilm "Finsterworld" mit fünf Nennungen. Das gaben Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und die Präsidentin der Filmakademie, Iris Berben, am Freitag in Berlin bekannt.

Auf den Preis für die beste weibliche Hauptrolle können drei Darstellerinnen hoffen: Carla Juri für "Feuchtgebiete", Juliane Köhler für "Zwei Leben" und Jördis Triebel für "Westen". Als beste männliche Schauspieler wurden Sascha Alexander Gersak ("5 Jahre Leben"), Dieter Hallervorden ("Sein letztes Rennen") und Hanno Koffler ("Freier Fall") vorgeschlagen.

Insgesamt konnten sich für den Preis als bester deutscher Spielfilm sechs Titel qualifizieren: Neben "Das finstere Tal", "Die andere Heimat" und "Finsterworld" geht der Publikumshit "Fack Ju Göhte" mit vier Nominierungen in den Endspurt. Das deutsch-norwegische Frauendrama "Zwei Leben" von Georg Maas kam auf drei Zuschläge, während die wilde Liebesgeschichte "Love Steaks" (Jakob Lass) "nur" als bester Spielfilm antritt.

Bester Dokumentarfilm: drei Anwärter

Um die Auszeichnung als bester Dokumentarfilm bewerben sich Wagenhofers "Alphabet", "Beltracchi - Die Kunst der Fälschung" von Arne Birkenstock und "Master Of The Universe" von Marc Bauder. Bei den Kinderfilmen konnten sich von der Vorauswahlliste ebenfalls drei Kandidaten durchsetzen: Detlev Bucks Hexenstory "Bibi & Tina", Katja von Garniers Pferdefilm "Ostwind" und Markus Dietrichs DDR-Geschichte "Sputnik".

Der Deutsche Filmpreis, Lola genannt, wird in 16 Kategorien vergeben. Mit Preisgeldern von rund drei Millionen Euro ist er der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. Kulturstaatsministerin Grütters vergibt die Auszeichnungen am 9. Mai im Berliner Tempodrom.

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