Deutsche Telekom steigt aus Radsport aus:
Sponsor zieht Konsequenzen wegen Doping

Sponsor war 16 Jahre Namensgeber für Topteam T-Mobile-Profi Bernhard Eisel: "Ich bin geschockt"

Deutsche Telekom steigt aus Radsport aus:
Sponsor zieht Konsequenzen wegen Doping

Die Deutsche Telekom AG hat die Konsequenzen aus dem "Doping-Sumpf" im deutschen Radsport gezogen und nach 16 Jahren sein Sponsoring des T-Mobile-Männer- und Frauenteams beendet. "Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, um uns und die Marke T-Mobile von den jüngsten Doping-Erkenntnissen im Sport und speziell im Radsport zu distanzieren", sagte der Vorstandsvorsitzende Akhavan.

"Angesichts unserer langjährigen Unterstützung für den Profiradsport und der Fortschritte, die das Management um Bob Stapleton zuletzt machte, ist uns dies nicht leicht gefallen", erklärte der Telekom-Vorstand. Aber es gebe auch eine Verpflichtung gegenüber dem Kerngeschäft und damit gegenüber den Mitarbeitern, Kunden und Aktionären.

Der Konzern habe mit dem aktuellen Management des T-Mobile-Teams hart daran gearbeitet, für einen sauberen Radsport einzutreten. "Wir haben uns aber nun dazu entschieden, unsere Mittel an anderer Stelle einzusetzen", erklärte Akhavan.

Zur "gesicherten" Zukunft des T-Mobile-Teams sagte dessen Manager Stapleton: "Wir hoffen, dass die Mannschaft als unabhängige Einheit weiter arbeiten kann, um nicht nur die sportlichen Ziele zu erreichen, sondern auch weiter die Führungsrolle im Anti-Doping-Kampf einzunehmen." Der millionenschwere Kalifornier besitzt die ProTour- Lizenz bis 2010. Er will mit seiner Firma "High Road Sports" die Arbeit mit dem gesamten Stab inklusive aller 29 Fahrer und den Mitarbeitern fortsetzen.

Jetzt gehe es darum, beim Weltverband UCI die Umbenennung des Teams auf den Firmennamen Stapletons zu beantragen. Österreichs T- Mobile-Profi Bernhard Eisel wurde von der Nachricht überrascht. "Ich bin schockiert", so der 26-Jährige.
(apa/red)