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Werder rückt zusammen

Bremer üben Schulterschluss im Abstiegskampf - Arnautovic gehört wohl nicht dazu

Werder Bremen © Bild: imago/Hübner

Werder Bremen hat sich in der deutschen Bundesliga ordentlich in Bedrängnis gebracht. Zehn Spiele ohne Sieg, als 14. mitten im Abstiegskampf. Eine Heimniederlage darf sich die Österreicher-Filiale nächsten Samstag gegen den direkten Rivalen Hoffenheim nicht leisten, sonst droht endgültig der Gang in Liga zwei. An Langzeittrainer Thomas Schaaf wollen die Werderaner aber zumindest bis Saisonende festhalten.

"Ein Trainerwechsel wäre in dieser Situation so oder so Nonsens", meinte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin. "Die Marschroute ist, mit ihm die Saison zu Ende zu bringen. Dann sehen wir weiter." Schaaf ist seit Mai 1999 Cheftrainer, sein Vertrag läuft bis Sommer 2014. Auch den Großteil der Fans hat Schaaf wieder auf seiner Seite. Trainer und Team wurden trotz einer 0:1-Niederlage am Samstag beim Tabellendritten Leverkusen für eine starke kämpferische Leistung gefeiert.

"Das war ein leichter Aufwärtstrend", meinte ÖFB-Teamspieler Zlatko Junuzovic. "Wir haben in dieser Woche viele positive Aspekte hinzugewonnen. Das wird uns allen helfen, gerade für die restlichen Spiele." In den ausständigen drei Spielen geht es gegen Hoffenheim, Frankfurt und Nürnberg. Junuzovic: "Jetzt wird es eng. Nächste Woche haben wir ein Finalspiel. Obwohl es brenzlig wird, werden wir mit breiter Brust spielen können."

Arnautovic bei Kollegen unten durch

Bei Werder scheint in der Krise ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl entstanden zu sein. Marko Arnautovic hat damit im Gegensatz zu seinen Landsleuten Junuzovic und Sebastian Prödl wenig zu tun. Der suspendierte Angreifer muss nach seiner nächtlichen Autobahn-Raserei in der Nacht auf Freitag ebenso wie sein Kollege Eljero Elia am Montag bei Eichin zum Rapport. Erst danach wird entschieden, ob die Sanktion aufrecht bleibt und wie mit dem Duo weiter verfahren wird.

In Leverkusen fehlte Arnautovic, er ist vorerst auch vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen. Ob die beiden Offensivspieler begnadigt werden könnten, ließ Eichin offen. "Das weiß ich nicht." In der Mannschaft scheint Arnautovic ohnehin bereits viel Kredit verspielt zu haben, die Zeichen stehen auf Abschied im Sommer. Werder-Kapitän Clemens Fritz wollte den nächtlichen Ausflug des Wieners mit Elia nicht kommentieren. "Da fehlen mir die Worte."

Bayern spaziert durch die Liga

Die fehlen der Liga auch, wenn es um Bayern München geht. Die Münchner brechen selbst mit einem B-Team einen Rekord nach dem anderen. Die Turbulenzen rund um die Steueraffäre von Präsident Uli Hoeneß scheinen die Kicker nicht außer Tritt zu bringen. Mit Halbgas holten die Bayern am Samstag ein 1:0 gegen Freiburg, den 14. Sieg im 14. Ligaspiel seit der Winterpause. Größter Aufreger war eine Flitzerin im schwarzen BH kurz vor Schluss.

Österreichs Jungstar David Alaba erhielt wie fast alle anderen Bayern-Stammspieler eine Pause. "Die Maßnahme war klar. In der Saisonphase, in der wir uns befinden, dauert die Regeneration länger", begründete Trainer Jupp Heynckes. Das Halbfinal-Rückspiel der Champions League am Mittwoch in Barcelona hat Vorrang. Trotz eines beeindruckenden 4:0 im Hinspiel wollen sich die Bayern noch nicht in Sicherheit wiegen.

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