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Ribery soll's richten

Franzose kehrt nach seiner Sperre gegen Wolfsburg wieder zurück. Die Bayern hoffen.

Deutsche Bundesliga - Ribery soll's richten © Bild: GEPA/Witters/Speck

Nach dem Rückrundenfehlstart stehen die Bayern heute, Samstag, im Heimspiel gegen Lieblingsgegner Wolfsburg unter Druck. Ein hochmotivierter Spielmacher Ribery soll nach seiner Sperre das Offensivspiel beflügeln und dem Alaba-Club die Tabellenführung weiterhin sichern. Im spannenden Dreikampf um die Spitze empfängt der zweitplatzierte Titelverteidiger Dortmund den Ibertsberger-Verein Hoffenheim, während der ebenfalls mit den Bayern punktegleiche Fuchs-Club Schalke 04 in Köln gastiert.

Das Stoßgebet von Felix Magath im Vorfeld der Partie in München war nur zu gut nachvollziehbar. "Ich hätte mir gewünscht, dass Franck Ribery noch ein weiteres Spiel Sperre hätte", gestand der Wolfsburg-Coach vor der Rückkehr an seine einstige Wirkungsstätte. Beim Rückrundenfehlstart in Gladbach (1:3) hatten die Bayern ihren Flügelflitzer schmerzlich vermisst, nun soll der Franzose mit seinen Tricks, seinem Tempo und seiner Torgefahr die Münchner wieder zurück in die Erfolgsspur führen.

"Francks Rückkehr ist wichtig für uns. Es ist wichtig, dass er fit ist für die Ziele, die wir haben", erklärte Bayern-Star Bastian Schweinsteiger, um dann noch zu ergänzen: "Franck gehört für mich zu den fünf besten Fußballern auf der Welt."

Harnik gegen Gladbach
Im Sonntag-Schlager trifft Martin Harnik mit dem VfB Stuttgart zu Hause auf den Tabellenvierten Borussia Mönchengladbach. Der Club von Martin Stranzl liegt nur einen Zähler hinter dem Spitzentrio auf Rang vier. Mit der Rückkehr von Abwehrchef Dante hoffen die Gladbacher auf das Ende der rabenschwarzen Serie gegen den schwäbischen Angstgegner. In den vergangenen 27 Bundesligaspielen gelang ihnen gegen Stuttgart lediglich ein Sieg. Der letzte Auswärtserfolg beim VfB liegt bereits mehr als 17 Jahre zurück.

Erst hinter Gladbach tut sich punktemäßig ein Loch auf, das am Wochenende sogar noch größer werden könnte, kommt es doch zum direkten Duell im Kampf um Platz fünf, in dem Werder Bremen gegen Leverkusen den vierten Heimsieg in Folge feiern will. Allerdings hat das Team von Marko Arnautovic gegen Leverkusen seit Mai 2008 (1:0 auswärts) nicht mehr gewonnen. Dazu kommt noch, dass die Gäste seit dem 0:0 im November 1989 in Bremen immer zumindest ein Tor erzielt haben.

Theater um Ballack
Ein Vorteil für die Bremer, bei denen ÖFB-Innenverteidiger Sebastian Prödl nach seiner schweren Gesichtsverletzung zumindest sechs Wochen ausfallen wird, könnte aber das aktuelle Theater um Michael Ballack sein. Nach vielen Querelen attackierte Wolfgang Holzhäuser den Mittelfeldstar in ungewöhnlicher Schärfe. "Michael ist auf keinem guten Weg. Er ist uneinsichtig. Es ist der Punkt erreicht, bei dem Rudi Völler und ich nicht mehr mitgehen wollen", sagte der Bayer-Geschäftsführer. "Was er jetzt macht, tut mir leid für ihn."

Holzhäuser gab erstmals offen zu, dass das zweite Engagement des 35-jährigen Mittelfeldstars in Leverkusen bisher ein Fehlschlag war. "Es ist der Zeitpunkt erreicht, wo wir uns alle eingestehen müssen, dass unsere Überlegungen, die wir vor 20 Monaten hatten, nicht aufgegangen sind", bekannte er im Kölner "Express". Eine vorzeitige Trennung vom früheren DFB-Teamkapitän sei aber nicht vorgesehen.

Prödl siegt mit Hannover
Hannover 96 hat das Siegen noch nicht verlernt. Nach acht erfolglosen Fußball-Bundesliga-Partien mit zuletzt fünf Unentschieden in Serie gewann das Team von Trainer Mirko Slomka zum Auftakt der 19. Runde gegen den 1. FC Nürnberg verdient mit 1:0. Das zehnte Saisontor von Mohammed Abdellaoue (18.) festigte am Freitag den siebenten Tabellenplatz der Niedersachsen, bei denen Emanuel Pogatetz durchspielte und Daniel Royer und Samuel Radlinger auf der Bank saßen. Dagegen erlitten die in der Offensive harmlosen und in der Abwehr anfälligen Nürnberger wieder einen empfindlichen Dämpfer im Kampf gegen den Abstieg.