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Ralf Rangnick wirft hin

Der Schalke-Trainer tritt wegen eines "Erschöpfungssyndroms" zurück

Deutsche Bundesliga - Ralf Rangnick wirft hin © Bild: Reuters/Bohlen

Ralf Rangnick ist als Trainer des deutschen Bundesligisten FC Schalke 04 zurückgetreten. Der 53-Jährige sei "aufgrund eines Erschöpfungssyndroms momentan nicht in der Lage, die Kraft und Energie aufzubringen", die Mannschaft weiter zu führen, teilte der Verein des österreichischen Teamspielers Christian Fuchs mit. Rangnick hatte erst im März von Felix Magath das Amt übernommen.

"Nach langer und reiflicher Überlegung bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich eine Pause brauche", wurde Rangnick in einer Club-Mitteilung zitiert. Der Entschluss sei ihm "unheimlich schwer gefallen", fügte der Coach hinzu. Manager Horst Heldt sagte: "Die Entscheidung von Ralf Rangnick verdient höchste Achtung. Wir sind ebenso der Auffassung, dass die Gesundheit in jedem Fall Vorrang vor allen beruflichen Zielen und Herausforderungen haben sollte."

"Wir haben heute ohnehin unsere turnusmäßige Aufsichtsratssitzung, da wird die Trainerfrage natürlich Thema Nummer 1 sein. Wir müssen die beste Lösung finden und nicht die schnellste", erklärte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies dem Internetportal "Sport1". Beim Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag betreut Co-Trainer Seppo Eichkorn die Mannschaft.

"Präventive Maßnahme"
Laut Schalkes Mannschaftsarzt Thorsten Rarreck lautet die Diagnose bei Rangnick "vegetatives Erschöpfungssyndrom. Der Körper ist ausgelaugt, körperlich ist er am Ende. Er wird nach einer Pause zur alten Stärke zurückkommen", ergänzte der Mediziner. Rarreck verglich es mit einem Spieler, "der übertrainiert ist und seine Leistung nicht mehr bringen kann". Die Maßnahme sei präventiv, und es sei wichtig, "dass er die Speicher wieder auffüllt", meinte Rarreck.

Christian Fuchs meinte zum Abgang seines Chefs: "Ich respektiere den couragierten Schritt von Ralf Rangnick, die Gesundheit ist das Wichtigste überhaupt. Mir persönlich tut es dennoch sehr leid um ihn, in meinen Augen ist er eine große Persönlichkeit. Sportlich gesehen gehört ein Trainerwechsel leider zum Geschäft. Gegen Freiburg müssen wieder drei Punkte her."