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FC Bayern setzt Duftmarke

Kantersieg gegen inferiore Stuttgarter - starker "Schweini" fehlt gegen Österreich

Deutsche Bundesliga - FC Bayern setzt Duftmarke © Bild: EPA/MARC MUELLER

Torfestival im Süden Deutschlands. Beim 6:1 gegen desolate Stuttgarter untermauerte der FC Bayern seine Titelambitionen für diese Saison. Doch Neo-Sportvorstand Matthias Sammer tritt in gewohnter Manier auf die Spaßbremse. "Wenn du beim Marathon die ersten zwei Kilometer vorne liegst, bist du noch lange nicht am Ziel", mahnte der ehemalige Dortmund-Coach.

Auch ohne den teuersten Kicker der Bundesliga-Geschichte - der erst vor wenigen Tagen geholte Spanier Javi Martinez saß 76 Minuten auf der Bank - überzeugten die Bayern Anhänger und Kritiker. Mit den Neueinkäufen für insgesamt fast 70 Millionen Euro haben die Bayern-Bosse Trainer Jupp Heynckes einen Baukasten an die Hand gegeben, der wieder Titel verspricht. "Wir haben in dieser Saison alle Möglichkeiten, das zu erreichen, was wir wollen", erklärte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge.

Harnik: "Total eingebrochen"
Nach einem Katastrophen-Finish in der vergangenen Saison mit drei verpassten Titeln scheinen die Münchner wieder neu motiviert. In einem 19-minütigen Torrausch verwandelten Thomas Müller (32., 49.), Toni Kroos (33.), Luiz Gustavo (43.), Mario Mandzukic (47.) und Bastian Schweinsteiger (51.) ein 0:1 in ein 6:1. Das 0:1 durch Martin Harnik (25.) mutete dabei wie ein Weckruf für die Hausherren an. Stuttgart sei hingegen "total eingebrochen", wie der ÖFB-Teamstürmer haderte.

"Schweini" stark
Die durch Martinez entstandene neue Konkurrenz im zentralen Mittelfeld schien vor allem Schweinsteiger zu beflügeln. Deutschlands für den WM-Quali-Auftakt gegen die Färöer und Österreich noch nicht berücksichtigter Teamspieler bot eine starke Leistung. Dabei war Schweinsteiger nur aufgrund der Erkältung von Robben in die Start-Elf gerückt. "Es ist sehr gut gelaufen für mich heute", bemerkte der Mittelfeldchef erleichtert. Seit seiner Fußverletzung Anfang des Jahres war er nicht in Tritt gekommen, negativer Höhepunkt war der Elfmeter-Fehlschuss im Champions-League-Finale. In München herrscht nun jedoch wieder Euphorie.

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