Deutsche Bundesliga von

FC Bayern oder Borussia Dortmund?

Es sieht nach einem Zweikampf um den Titel aus. Insgesamt 18 Österreicher in der Liga.

Heißt der neue Meister am Ende Dortmund oder Bayern München? Alles andere scheint vor dem Auftakt der 18 Legionäre aus Österreich - ein neuer Rekord.

Ins Titelrennen eingreifen könnten neben Jungstar David Alaba von den Bayern auch einige andere - darunter Neo-Teamkapitän Christian Fuchs mit Schalke 04, Martin Stranzl mit dem Überraschungsteam Borussia Mönchengladbach, der von Hannover 96 zum VfL Wolfsburg gewechselte Emanuel Pogatetz oder Martin Harnik vom VfB Stuttgart. Letzterer hatte in der Vorsaison mit 17 Ligatoren überzeugt.

Als Topfavoriten gelten allerdings die "großen Zwei". 16 der 18 Bundesliga-Trainer legten sich in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa auf Dortmund oder die Bayern als Meister fest. Lediglich zwei Coaches blieben mit ihren Aussagen vage. BVB-Meistermacher Jürgen Klopp und Bayern-Coach Jupp Heynckes schoben einander die Favoritenrolle gegenseitig zu.

Hoeneß fordert den Titel
Wir müssen die Scharte aus der Vorsaison jetzt auswetzen", forderte Bayern-Präsident Uli Hoeneß unmissverständlich. 2011/12 waren die Bayern als "ewige Zweite" ohne einen Titel geblieben. Mit einem 2:1 im Supercup haben die Bayern zuletzt immerhin ihren "Dortmund-Fluch" überwunden.
Zwar fällt Stürmerstar Mario Gomez nach einer Knöcheloperation mehrere Wochen aus, dafür haben die Bayern mit Rückkehrer Claudio Pizarro von Werder Bremen und Mario Mandzukic vom VfL Wolfsburg in der Offensive kräftig aufgerüstet. Dazu kommen der brasilianische Innenverteidiger Dante aus Mönchengladbach und der Schweizer Mittelfeldspieler Xherdan Shaqiri vom FC Basel. Noch in der Schwebe ist der Transfer des spanischen Mittelfeldakteurs Javier Martinez von Athletic Bilbao, für den eine Rekord-Ablösesumme von 40 Millionen Euro kolportiert wird.

Dortmund startet gegen Bremen
Die Dortmunder starten ihre Mission Titel-Hattrick bereits am Freitagabend (20.30 Uhr) gegen Bremen mit den Österreichern Sebastian Prödl, Zlatko Junuzovic und Marko Arnautovic. Die Bayern gastieren einen Tag danach bei Aufsteiger Greuther Fürth.

Nach dem blamablen Ausscheiden im Cup ist Bremens Mittelfeldmann Zlatko Junuzovic wieder voller Optimismus. "Der Pokal muss aus den Köpfen raus. Wir haben vorm Meister Respekt, aber sicher keine Angst. Jeder ist zu knacken", betonte der ÖFB-Teamkicker, der ebenso wie Innenverteidiger Sebastian Prödl in der Startelf erwartet wird. ÖFB-Stürmer Marko Arnautovic dürfte hingegen wohl nur auf der Bank Platz nehmen.

Bremen "dumm" und "naiv"
Sollten sich die Hanseaten im Signal-Iduna-Park von Dortmund freilich ähnlich "dumm" (Bremen-Geschäftsführer Klaus Allofs) und "naiv" (Mittelfeldspieler Aaron Hunt) wie beim 2:4-Cup-Aus gegen Preußen Münster anstellen, darf Dortmund frohen Mutes sein. "Es war bitter und wir hatten selbst Schuld am Ausscheiden", sagte Junuzovic, der im Duell mit dem Drittligisten noch einer der Besten seines Teams war. "Wir haben viel investiert, aber durch unnötige Fehler in der Rückwärtsbewegung Münster stark gemacht. Trotzdem haben wir viel richtig gemacht, auch wenn das nach dem Aus komisch klingt."

Bremen, das die vergangene Saison auf Rang neun abgeschlossen hat, geht rundumerneuert in die Saison. Leistungsträger wie Naldo oder Pizarro verließen den Club, andere wurden aussortiert. So werden mit Nils Petersen, Eljero Elia, Theodor Gebre Selassie und Kevin de Bruyne vier Zugänge in der Startformation von Trainer Thomas Schaaf stehen. Dortmund präsentiert sich 2012/13 fast völlig unverändert - lediglich im zentralen offensiven Mittelfeld ersetzt Neuzugang Marco Reus den zu Manchester United abgewanderten Shinji Kagawa.

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