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Bayern auf Schalke

Beide Teams strotzen vor Selbstvertrauen - 99. Nordderby wird zum Keller-Duell

Bayern gegen Schalke © Bild: GEPA/Witters/Speck

Nach der Gala in der Champions League geht Bayern München mit breiter Brust in den Schlager der 6. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga. Im Gastspiel beim international ebenfalls erfolgreichen FC Schalke am Samstagabend wollen die Münchener ihre Erfolgsserie gegen die Königsblauen fortsetzen. Borussia Dortmund verteidigt in Nürnberg die Tabellenführung, viel Brisanz bietet das Nord-Derby zwischen den beiden kriselnden Clubs Hamburger SV und Werder Bremen.

Die Bayern sind seit Dezember 2010 in der Liga gegen Schalke ungeschlagen, in den jüngsten fünf Spielen feierten die Münchner fünf Siege bei 14:1 Toren. Doch Schalke geht mit neuem Mut in das Topspiel. Nach zuletzt vier Pflichtspielsiegen rechnet sich der Revierclub gute Chancen gegen den seit saisonübergreifend 30 Ligapartien ungeschlagenen Tabellenzweiten aus. "Bayern hat sicherlich in den vergangenen Monaten eine breite Brust entwickelt. Aber auch wir haben unser Selbstbewusstsein nach oben geschraubt", sagte Trainer Jens Keller, der Christian Fuchs voraussichtlich wieder nur auf die Ersatzbank setzen wird.

Alaba soll bei Bayern verlängern

David Alaba, der beim 3:0 gegen ZSKA Moskau mit einem Freistoßtreffer zum 1:0 und einer genialen Vorbereitung des 3:0 durch Arjen Robben einer der Matchwinner war, ist auf Bayerns linker Abwehrseite dagegen gesetzt. Die Bayern wollen Österreichs Fußballer des Jahres längerfristig binden. Wie der "kicker" berichtete, soll der bis 2015 laufende Vertrag vorzeitig verlängert werden. Laut dem Fachmagazin hat das für Alaba derzeit aber keine Priorität. "Bayern ist mein erster Ansprechpartner und den Rest wird man sehen. Es ist kein Geheimnis, dass ich mich hier wohlfühle, aber im Moment mache ich mir da keine Gedanken", wurde der Wiener zitiert.

Borussia Dortmund will nach der Enttäuschung in der Champions League (1:2 in Neapel) in der Liga die Siegesserie fortsetzen. Der BVB ist vor der Partie in Nürnberg (mit Emanuel Pogatetz) noch ohne Punkteverlust. Ein Erfolg würde darüber hinaus helfen, die landesweite Diskussion über den Wutausbruch von Trainer Jürgen Klopp in Neapel abzukühlen. Allerdings gehen der Borussia die Defensivkräfte aus. Lukasz Piszczek, Ilkay Gündogan und Sebastian Kehl fehlen, der Einsatz vor Mats Hummels und Sokratis ist fraglich. Dennoch gab Sportdirektor Michael Zorc die Richtung vor: "Wir wollen auch am Samstagabend Tabellenführer sein."

Nordderby als Kellerduell

Das 99. Bundesliga-Nordderby zwischen dem HSV und Bremen läuft diesmal als Kellerduell. Die beiden Rivalen liegen nur auf den Rängen 14 (Werder) und 15 (HSV) und damit unmittelbar vor den Abstiegsrängen. Bremen hat zuletzt drei Niederlagen kassiert und muss auf den österreichischen Spielmacher Zlatko Junuzovic verzichten, der an einer Stressreaktion im Fuß leidet. Sebastian Prödl wird in der Innenverteidigung erwartet.

Beim HSV soll Interimstrainer Rodolfo Cardoso im ersten Spiel nach dem Abgang von Thorsten Fink für frischen Wind sorgen. Die Trainerfrage in Hamburg ist aber weiter nicht geklärt, in der Not schließt der strauchelnde "Bundesliga-Dino" sogar die Verpflichtung von Werders Langzeit-Coach Thomas Schaaf nicht aus - das wäre vor Jahren noch undenkbar gewesen.

Die Stimmung ist dort und da angespannt. "Wir alle können die Tabelle lesen, wir haben ganz andere Ziele formuliert. Das wird ein brisantes Nordderby", sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer. Werders Sportchef Thomas Eichin kritisierte: "Den Ist-Zustand zu analysieren, das ist in Ordnung. Aber diese Endzeit-Stimmung passt einfach nicht nach fünf Spieltagen."

Augsburg in lichten Tabellenhöhen

Überraschend auf einem Euopacupplatz liegt nach fünf Runden der FC Augsburg mit den beiden Österreichern Alexander Manninger und Raphael Holzhauser. Auch nach drei Siegen in Folge bleibt man aber bescheiden. "Der Blick auf die Tabelle ist sehr schön. Wir haben 9 von 40 Punkten, die wir brauchen, um in der Klasse zu bleiben", sagte Trainer Markus Weinzierl vor der Auswärtspartie bei Hannover 96.

Ob Julian Baumgartlinger dem FSV Mainz im Heimspiel gegen den Tabellendritten Bayer Leverkusen zur Verfügung steht, ist fraglich. Der österreichische Mittelfeldspieler brach am Freitagvormittag das Training wegen Knieschmerzen ab.

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