Deutsche Ausgabe von Jesus-Buch des Papstes: Von der Taufe bis zur Verklärung

Theologisches Grundsatzwerk - kein lehramtlicher Akt "Es steht jedermann frei, Papst zu widersprechen"

Die deutsche Ausgabe des neuen Jesus-Buchs von Papst Benedikt XVI. erschien am 16. April - am 80. Geburtstag des Heiligen Vaters. Bei dem Buch handelt es sich um ein theologisches Grundsatzwerk über Jesus Christus. Publiziert wird ein erster Teil mit dem Titel "Jesus von Nazareth - Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung".

Offenbar um möglichen Debatten über den lehramtlichen Stellenwert des Werkes zuvorzukommen, erklärte Benedikt XVI. persönlich in einem bereits im November vom Verlag "Herder" veröffentlichten Vorwort, das Buch sei kein lehramtlicher Akt. Vielmehr sei es einzig Ausdruck seines persönlichen Suchens "nach dem Angesicht des Herrn". Es stehe daher jedermann frei, ihm, dem Papst, zu widersprechen. "Da ich nicht weiß, wie lange mir noch Zeit und Kraft geschenkt sein werden, habe ich mich nun entschlossen, die ersten zehn Kapitel, die von der Taufe am Jordan bis zum Petrusbekenntnis und zur Verklärung reichen, als ersten Teil des Buches zu veröffentlichen", so Benedikt XVI.

Persönliche, also nicht lehramtlich verfasste Bücher aus der Feder eines Papstes sind äußerst selten. Der Vorgänger Benedikts XVI., Johannes Paul II., war als erster Papst der Moderne in zwei autobiografischen Werken, in einem Interviewbuch sowie in einem Gedichtband, als Autor hervorgetreten. Wissenschaftlich-theologische Werke verfasste er während seines Pontifikats aber nicht.

(apa/red)