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Deutsche Arbeitskräftenachfrage blieb auf Rekordniveau

Nachfrage im August in fast allen Branchen höher als vor einem Jahr

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im August nochmals angestiegen.

Nach den deutlichen Steigerungen in den vergangenen beiden Monaten habe sich der Zuwachs an offenen Stellen jedoch leicht abgeschwächt, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg unter Berufung auf ihren aktuellen Stellenindex BA-X.

Der Indikator für den Umfang unbesetzter Stellen sei im August um einen Punkt auf 239 Punkte gestiegen. Dies seien 20 Punkte mehr als im August 2016. Es ist der höchste jemals gemessene Wert des BA-X.

In fast allen Branchen sei die Arbeitskräftenachfrage höher als vor einem Jahr. Die größten Zuwächse gab es demnach im verarbeitenden Gewerbe, bei Unternehmensdienstleistungen, im Baugewerbe sowie im Handel. Auch in der Zeitarbeitsbranche stieg der Personalbedarf. Nur im Öffentlichen Dienst und im Bereich Erziehung und Unterricht sei die Nachfrage geringer geworden. Dies hängt nach Einschätzung der Bundesbehörde unter anderem mit den rückläufigen Flüchtlingszahlen zusammen: Vor einem Jahr sei viel Personal für das Flüchtlingsmanagement und für Integrationskurse benötigt worden. Das habe die Zahl der gemeldeten Stellen in den beiden Branchen zeitweise steigen lassen.

In einigen Branchen falle es Unternehmen zunehmend schwerer, geeignete Mitarbeiter zu finden. Auch dies trage zur hohen Zahl offener Stellen bei, hieß es. Die BA verzeichnete insgesamt mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt, da wegen der vielen freien Jobs verstärkt Menschen ihren Arbeitsplatz wechselten.

Die absolute Zahl der offenen Stellen will die BA am Donnerstag zusammen mit den August-Arbeitslosenzahlen veröffentlichen.

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