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Deutlich weniger Angriffe auf Asylunterkünfte in Deutschland

110 Straftaten in ersten neun Monaten des Jahres

Die Zahl der Angriffe auf Asylunterkünfte hat sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert.

Zwischen Jänner und September zählten die Behörden 110 Straftaten gegen Asylunterkünfte, wie das Bundeskriminalamt (BKA) auf Anfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagsausgabe) mitteilte. Das entsprach nur 44 Prozent der Fälle im Vorjahreszeitraum.

Damit wurde aber immer noch im Schnitt alle zweieinhalb Tage ein Angriff auf ein Asylbewerberheim verübt. Fast alle Taten - 108 von 110 - hatten dem BKA zufolge einen rechtsradikalen Hintergrund. In den meisten Fällen handelte es sich um Sachbeschädigung (38), Schmierereien und Propaganda (36), sowie vereinzelt um Gewaltdelikte und Volksverhetzung.

Im gesamten Jahr 2017 hatten die Behörden 312 Straftaten gegen Asylunterkünfte registriert. 2016 waren es in ganz Deutschland 995 und 2015, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, 1031.

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