Derby-Randale von

Staatsanwaltschaft ist am Zug

Sieben Hausdurchsungen gab es bereits. Fünf Verdächtige sind schon ermittelt.

Derby-Randale - Staatsanwaltschaft ist am Zug © Bild: Reuters/Zolles

Nach dem Platzsturm durch Rapid-"Fans" und dem draus resultierenden Derby-Abbruch am 22. Mai greift nun die Staatsanwaltschaft ein. In Wien ist in dieser Sache ein Strafverfahren wegen Landzwangs anhängig, in dessen Rahmen bisher sieben Hausdurchsuchungen durchgeführt worden sind. Vorerst wurden fünf Verdächtige ermittelt. Behördensprecher Thomas Vecsey erklärte gegenüber der APA, dass sich dieser Kreis aber noch deutlich erweitern könnte.

Der Anklagebehörde steht umfangreiches Bild- und Video-Material zur Verfügung, dessen Auswertung noch nicht abgeschlossen ist. Zwar waren etliche Fans vermummt auf den Platz gelaufen, dürften in einigen Fällen aufgrund auffälliger Tätowierungen jedoch für "Eingeweihte" durchaus erkennbar gewesen sein. Möglich wäre auch, dass sich die teilweise auffällig adjustierten Männer vor bzw. zu Beginn des Matches noch nicht maskiert hatten und es daher Bildmaterial gibt, auf denen ihre Gesichter zu sehen sind.

Derzeit noch unklar ist, ob an dem Platzsturm "Störenfriede" beteiligt waren, die bereits an Ausschreitungen am Wiener Westbahnhof im Mai 2009 beteiligt gewesen waren. 85 Rapid-Fans werden sich deswegen im kommenden Herbst im Wiener Straflandesgericht wegen Landzwangs zu verantworten haben. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft 86 Personen angeklagt, doch ein Mann konnte mittlerweile nachweisen, dass er an den Gewalttätigkeiten nicht unmittelbar beteiligt war, so dass ihm ein Auftritt vor Gericht erspart bleibt.