Der Winter kommt und die Leute shoppen:
Wetter sorgt für guten 1. Einkaufssamstag

"Winterliches Ambiente lockt Menschen in Geschäfte" Großes Geschäft folgt aber erst am zweiten Samstag

Der Winter kommt und die Leute shoppen:
Wetter sorgt für guten 1. Einkaufssamstag © Bild: APA/Gindl

Die heimischen Händler sahen sich am ersten Weihnachtseinkaufssamstag mit idealen Wetterbedingungen konfrontiert. Pünktlich vor dem Advent-Wochende ist in Österreich der Winter eingebrochen. "Das winterliche Ambiente gehört einfach dazu und lockt die Menschen in die Geschäfte", meinte Handelsobmann Fritz Aichinger. Das Weihnachtsgeschäft sei gut angelaufen und dürfte den Händlern heuer ein deutliches Umsatzplus bringen.

Von allen Handelsbranchen profitieren Schmuck-, Spielzeug- und Buchhandel am meisten vom Weihnachtsgeschäft. In dieser Zeit setzen sie zum Teil dreimal so viel um wie sonst. Aber auch im Bekleidungs-und Sportartikelhandel klingeln die Kassen um diese Jahreszeit. Gerade diese Sparten profitieren vom ersten Schneefall und den winterlichen Temperaturen bei zeitgleichem Sonnenschein besonders.

Am zweiten Samstag geht's richtig los
Auch wenn die Händler mit dem Auftakt durchwegs zufrieden sind, schlagen die Weihnachtseinkäufer traditionell erst ab dem zweiten Einkaufssamstag richtig zu. Viele haben ihr Weihnachtsgeld noch nicht auf dem Konto und nutzen den ersten Adventshoppingtag noch zum Schauen. Da der 24. Dezember heuer auf einen Freitag fällt, bleibt auch in der letzten Woche vor Weihnachten noch genug Zeit, die restlichen Geschenke zu besorgen. Viele Konsumenten schlagen überhaupt erst am Weihnachtstag zu.

In Wien wurde der Einkaufssamstag von einer Großkundgebung gegen die Budgetpläne der Regierung überschattet. Einige Händler vertreten die Ansicht, dass die Menschen im alten Jahr mehr Geld ausgeben werden, bevor die Steuern ab Jänner in Kraft treten und sparen angesagt ist. Andere wiederum sind der Meinung, dass die Kaufkraft nicht beeinträchtigt wird, zumal abgesehen von der Mineralölsteuer keine Massensteuern wie etwa die Mehrwertsteuer erhöht werden.

Österreicher heuer spendabler
Glaubt man einer Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst & Young, sind die Österreicher heuer zu Weihnachten spendabler und wollen durchschnittlich 298 Euro und damit um 10 Prozent mehr als im Krisenjahr 2009 für Geschenke ausgeben. Wie schon in den Jahren davor werden Bücher, Schmuck, Spielzeug, Kleidung, Sportgeräte und nicht zuletzt auch Bargeld bzw. Gutscheine besonders gern verschenkt. Der Trend zum späten Kauf hält weiterhin an, auch online wird immer öfter gekauft.

(apa/red)