Der gemütliche Wiener als Zielpuplikum: Slowakei wirbt um Gäste aus Österreich

Österreich-Anteil am Incoming-Tourismus nur 3 Prozent Meisten Urlauber sind aus Tschechien und Deutschland

Der gemütliche Wiener als Zielpuplikum: Slowakei wirbt um Gäste aus Österreich

Während der Anteil Deutschlands am Tourismus-Geschäft der Slowakei im Jahr 2004 stolze 21 Prozent betrug, machte der Österreicher-Anteil am slowakischen Incoming-Tourismus nur knapp über 3 Prozent von insgesamt 10.748.537 Nächtigungen aus.

Wenn es nach dem neuen Tourismus-Chef für Österreich, Daniel Lukac, geht, soll sich das bald ändern.

Lukac will zunächst vor allem Gäste aus Wien in die Westslowakei lotsen und die diffuse Angst vor dem Land zwischen Donau und Tatra nehmen. Auch 15 Jahre nach der samtenen Revolution sei es noch immer schwierig, den Österreichern die Slowakei schmackhaft zu machen, sagt Lukac. Österreich habe 50 Jahre Entwicklungsvorsprung, was sich insbesondere im Tourismus stark auswirke. "Während viele Deutsche auf der Suche nach ihren Wurzeln in der Slowakei sind, interessiert die Spurensuche die Österreicher kaum", so der Tourismusexperte.

Die meisten Touristen kommen aus Tschechien
Noch vor den Deutschen stellen nach wie vor die Tschechen mit 30,62 Prozent den größten Anteil an den Nächtigungen. Die polnischen Nachbarn belegen mit 12 Prozent den dritten Rang.

Zielgruppe: Gemütlicher Wiener
Beginnen muss man in Österreich fast bei Null. Daher richten sich die Tourismusbemühungen in erster Linie an den "gemütlichen Wiener, der ein verlängertes Wochenende, also zwei, drei Nächte, in den Kleinen Karpaten, der Westslowakei, verbringt" (Lukac), und dort Kultur und die neu entstehende Weinqualität entdecken soll. Dies als Einstiegsdroge, bis vielleicht auch die Nord- und Ostslowakei attraktiv wird, mit ihren Holzkirchen, der Zips, der Hohen Tatra und mittelalterlichen Ortsjuwelen wie Bardejow (Bartfeld), einem UNESCO-Weltkulturerbe. (apa)