Der Turniermythos gilt auch am Eisfeld:
Gastgeber Deutschland steht im Viertelfinale

Eishockey-WM: DEB-Team bezwingt die Slowakei Fans erwartet "Knüllerpartie" Russland vs. Kanada

Der Turniermythos gilt auch am Eisfeld:
Gastgeber Deutschland steht im Viertelfinale

Ein Sieg im Zwischenrunden-Finale gegen Olympiasieger Kanada hat dem elfmaligen Weltmeister Tschechien doch noch die Viertelfinal-Teilnahme bei der Eishockey-WM in Deutschland beschert. Das Team um Superstar Jaromir Jagr gewann mit 3:2 gegen den 24-maligen Weltmeister Kanada und schickte damit Norwegen vorzeitig nach Hause. Erstmals seit sieben Jahren steht auch Deutschland im Viertelfinale. Die Gastgeber gewannen in Köln gegen die Slowakei mit 2:1 und treffen am Donnerstag in Mannheim auf Schweden oder die Schweiz.

Durch die bereits dritte Turnier-Pleite für Kanada hat Tschechien, das in der Vorrunde 2:3 gegen Norwegen verloren hatte, am Ende der Zwischenrunde drei Punkte mehr als die Skandinavier auf dem Konto. Kanada wurde zwei Tage nach dem 1:3 gegen Schweden nur Vierter in der Zwischenrunden-Gruppe F. Deutschlands Nationalmannschaft darf sogar vom größten deutschen Eishockey-Erfolg seit Olympia-Bronze 1976 träumen. Unter den Top vier einer WM stand eine deutsche Auswahl zuletzt sogar 1938. Vor einem Jahr hatte in der Schweiz lediglich die diesjährige Gastgeberrolle den sportlichen Abstieg verhindert, nun darf sich Bundestrainer Uwe Krupp schon jetzt über das beste Ergebnis seiner viereinhalbjährigen Amtszeit freuen.

Famoses Russland
Titelverteidiger Russland ist in Deutschland nicht zu stoppen. Der Rekord-Weltmeister feierte in Köln mit der 5:0-Show gegen Finnland den sechsten Sieg in Serie und trifft als Sieger der Zwischenrunden-Gruppe E nun im Viertelfinal-Knüller am Donnerstag auf Olympiasieger Kanada. Finnland muss nach der zweiten Turnier-Niederlage in Köln gegen die Tschechen ran, die weiteren Viertelfinali lauten Schweden gegen Dänemark und Schweiz gegen Deutschland.

Die Schweiz wiederum ist nach einer erneuten Zwischenrunden-Niederlage zum deutschen Viertelfinal-Gegner geworden. Das Team von Trainer Sean Simpson verlor am Dienstagabend zum Abschluss der Qualifikationsrunde gegen den achtmaligen Weltmeister Schweden deutlich mit 0:5 und trifft nun am Donnerstag in Mannheim auf den Gastgeber. Schweden geht nach dem Sieg als Tabellenführer der Zwischenrunden-Gruppe F in die Partie gegen Dänemark.

Ruhmlose USA
Für den Olympia-Zweiten USA ging die WM dagegen ruhmlos zu Ende. Trotz einer Beinahe-Pleite gegen Außenseiter Italien darf der zweimalige Weltmeister auch im kommenden Jahr in der Slowakei an der A-WM teilnehmen. "Die Relegation war nicht das, wo wir hinwollten, aber wir haben uns zusammengerissen und sichergestellt, dass wir im kommenden Jahr wieder um eine Medaille kämpfen können", sagte US-Topscorer Brandon Dubinsky.

Dabei zeigten die USA nach den Vorrunden-Pleiten gegen Deutschland, Dänemark und Finnland erneut eine peinliche Vorstellung. Nach US-Toren von Dubinsky und Ryan Potulny sowie italienischen Treffern von Giulio Scandella und Stefano Margoni sicherte T.J. Oshie erst im Penaltyschießen den 3:2-Erfolg für die USA. Ein italienischer Sieg in der regulären Spielzeit hätte das Team von Rick Cornaccia gerettet.

(apa/red)