Der Supermarkt der Zukunft auf der CeBIT: Aus für lange Schlangen dank RFID-Sender

Revolution beim Einkaufen durch intelligente Etiketten Preise & Co ohne Berührung & Sichtkontakt gelesen

Der Supermarkt der Zukunft auf der CeBIT: Aus für lange Schlangen dank RFID-Sender

Willkommen im Supermarkt der Zukunft: Lange Warteschlangen an der Kasse sind passe. Der Kunde schiebt den Einkaufswagen durch eine elektronische Leseschranke, und mit einem Pieps sind alle Waren erfasst und abgerechnet. Ähnlich sieht es in der Leihbücherei aus. Die umständliche Registrierung jedes Buches bei Entleihe oder Rückgabe entfällt. In Sekundenschnelle erfasst ein Lesegerät ganze Stapel von Büchern.

Und in der Arztpraxis der Zukunft muss der entsprechend ausgerüstete Patient nur noch durch eine Schranke mit Lesegerät gehen, und der Doktor hat im Nu alle Krankendaten auf dem Bildschirm. Möglich macht dies die RFID-Technik - ein Wachstumsmarkt, dem auf der diesjährigen CeBIT erstmals ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet ist.

Daten werden ohne Berührung gelesen
Das Kürzel RFID steht für "Radio Frequency Identification" ("Funk-Erkennung"). Die flachen Chips können Daten speichern und über eine eingebaute Kleinantenne an ein Lesegerät funken, auch über eine Distanz von mehreren Metern hinweg. Der Winzling macht es also möglich, Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt zu lesen und zu speichern. Langfristig soll RFID die derzeit benutzten Strichcodes ersetzen, bei denen etwa die Supermarktkassiererin jede Ware einzeln über ein Lesegerät ziehen muss.

Chip unter der Haut
Auch im Sport hält RFID Einzug: Auf jeder Eintrittskarte für die Fußball-WM 2006 ist bereits ein RFID-Chip, das soll Missbrauch verhindern helfen. Und dann ist da noch der "VeriChip" einer US-Firma, den Menschen unter der Haut tragen können. Der reiskorngroße Sender kann mit einem kleinen Skalpellschnitt eingesetzt werden und alle wichtigen Informationen speichern. Die US-Gesundheitsbehörde erteilte ihm 2004 die Zulassung. (APA/red)