"Der Ring kocht" von

Gourmet-Kräftemessen

Haubenköche steigen in den Boxring und wollen ihre Kollegen "niederkochen"

"Der Ring kocht" - Gourmet-Kräftemessen © Bild: APA

Im Boxring regieren normalerweise die Fäuste, nicht so bei dieser Veranstaltung: Bei der Show "Der Ring Kocht" am 6. September in Salzburg werden die sechs Haubenköche Frank Oehler, Stefan Marquard, Bernie Rieder, Bobby Bräuer, Helmut Österreicher und Oliver Hoffinger vor Publikum in die Kampfarena treten - jedoch nicht zum körperlichen, sondern zum kulinarischen Kräftemessen.

Kochen und Boxen, die beiden Disziplinen sind sich durchaus nahe - wie der mit zwei Hauben dekorierte Puls-4-TV-Koch Oliver Hoffinger erläuterte: "Kochen ist körperlich natürlich anstrengend. Training braucht's auch, man muss viel üben und verletzen kann man sich auch." Zwei-Hauben-Kollege Bernie Rieder meinte zu Gemeinsamkeiten sportlicher Natur: "Ein alter Chef hat mir in den Anfangsjahren des Kochens gesagt, dass die Spitzengastronomie an und für sich so wie die Champions League ist." Doch mit dem einen Unterschied, "dass du zwar irrsinnig viel trainieren musst, dass du immer dabei sein musst, aber dass du ganz schlecht bezahlt wirst und nicht mit 35 wie ein Fußballspieler in Pension gehen kannst".

"Kochen ist kein Sport"
Ebenfalls mit zwei Hauben ausgezeichnet ist der Deutsche Frank Oehler, bekannt aus dem RTL II-Format "Die Kochprofis". Er sieht die Sache anders: "Kochen ist kein Sport. Kochen ist die älteste Kultur der Menschheit. Kochen ist 5.000 Jahre alt." Er führte weiters aus: "Kochen hat mit Philosophie zu tun, mit Liebe und mittlerweile mit Entertainment und das werden wir zum Besten geben, aber immer noch zum Schutze der Lebensmittel." Bei der Show werde kein Schabernack mit Lebensmitteln getrieben, versicherte er.

Keine Vorbereitung bei Bräuer
Sein Landsmann, der Drei-Hauben-Koch Bobby Bräuer, sieht mehrere Voraussetzungen für einen guten Koch: "Ich glaube schon, dass es auf der einen Seite ein bisschen in den Genen liegt, auf der anderen Seite steckt sehr viel Fleiß, sehr viel Arbeit da drin, sehr viel Konzentration." Bräuer führt derzeit im "Petit Tirolia" in Kitzbühel Regie. Auf die bevorstehenden Duelle bereitet er sich "eigentlich" gar nicht vor: "Ich lass mich überraschen."

Ängste der Köche
Bei der Show, die im "Amadeus Terminal 2" am Flughafen Salzburg stattfindet, bilden jeweils ein Hauben- und ein Hobbykoch ein Team. In Vorrunden kämpfen die Gruppen um den Einzug ins Finale. Dafür müssen sie aus (ihnen bis zum Duellantritt unbekannten) Zutaten Speisen kreieren. Vor der Zusammenstellung der Ingredienzien fürchtet sich schon manch einer der Teilnehmer: "Ich mag diese ganzen asiatischen Obst- und Gemüsesorten überhaupt nicht", verriet Rieder. Und Oehler gesteht: "Ich bin einfach kein großer Freund von Desserts. Desserts regen mich auf."

"Let's get ready to rumble"
Neben einer Jury, in der Köche Heinz Hanner und Martin Sieberer sitzen, haben auch die Zuseher ein Mitspracherecht bei den Entscheidungen - z.B. welches Team seine Aufgabe am besten erledigt hat. Für die richtige Stimmung im Boxring wird Ringsprecher Michael Buffer sorgen. Er ist bekannt für seine Aufforderung "Let's get ready to rumble". Tickets für die Show sind noch erhältlich. Die Karte kostet 19 Euro. Interessierte Hobbyköche können sich um die Teilnahme bewerben. Durch das Spektakel am 6. September führen Puls 4-Moderatorin Johanna Setzer und der Sportchef des Senders, Christian Nehiba. Eine Zusammenfassung des Events wird am 15. September um 20.15 Uhr auf Puls 4 ausgestrahlt.

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