Der RAV-Sturm soll die Gegner schrecken:
Vaneks Sturmpartner sind alte Bekannte

Vanek bildet mit Roy und Afinogenov die RAV-Linie Sturmtrio erzielte im Vorjahr zusammen 87 Tore

Viel hat sich für Thomas Vanek im Sommer geändert. Der österreichische Eishockey-Star ist Vater und Dollar-Millionär geworden und in der Hierarchie der Buffalo Sabres aufgestiegen. Wenn der 23-Jährige mit den Sabres im Heimspiel gegen die New York Islanders in die NHL-Saison startet, gibt es für ihn auf dem Eis aber eine Konstante: Seine Sturmpartner. Vanek wird mit Center Derek Roy (24) und dem rechten Flügel Maxim Afinogenow (28) wieder die RAV-Linie bilden, die schon in der Vorsaison zum Schrecken der Verteidiger geworden ist.

Obwohl nominell nur der dritte Sturm, war die RAV-Linie mit zusammen 87 Toren eine der gefährlichsten der Liga, Vanek mit 43 Treffern die Nummer fünf der NHL. Trainer Lindy Ruff entschied sich, das Trio wieder zusammen zu spannen, wenngleich mit etwas anderen und vor allem größeren Aufgaben. Vanek und seine zwei Kollegen werden die Einser-Linie bilden, mehr Eiszeit bekommen (statt durchschnittlich 16:46 Minuten wird es für Vanek wohl auf über 18 Minuten gehen), in den entscheidenden Spielsituationen auf dem Eis stehen, aber es auch mit den gegnerischen Top-Verteidigern zu tun bekommen. Für Tore sollen sie dennoch sorgen.

Für Vanek ist vor allem entscheidend, dass er mit Roy spielt. Nach einem gemeinsamen Jahr in der AHL bei den Rochester Americans bildeten die beiden, die sich auch abseits der Hallen bestens verstehen, in den vergangenen Jahren meist einen Sturm. "Er ist ein guter Center für mich, ich bin ein guter Flügel für ihn. Die Harmonie mit ihm ist sehr gut, wir wissen, wo der andere ist", erklärte der Steirer. "Er ist klein, flink, technisch gut, mit einem guten Auge, und er macht gute Pässe", charakterisiert er den 24-jährigen Kanadier.

Millionäre im Sturm
Im vierten gemeinsamen Jahr haben sie eine weitere Gemeinsamkeit: Beide erhielten hoch dotierte Verträge. Vanek unterschrieb einen 50-Millionen-Dollar-Vertrag für sieben Jahre, Roy einen 24-Millionen-Dollar Kontrakt für sechs Jahre. Als Nummer eins und zwei auf der Gehaltsliste der Sabres werden ihre Leistungen wohl auch an ihrem Gehalt gemessen. "Die Jungen wie Roy und ich müssen mehr Verantwortung übernehmen. Wir haben beide gute Verträge und wissen, dass mehr auf unseren Schultern lastet", meinte Vanek.

In der Vorbereitung hat Roy gezeigt, dass er dafür bereit ist. Mit sechs Toren und sieben Assists in fünf Spielen war er mit Abstand der beste NHL-Scorer in den Testpartien. "Ich habe viel geändert, vor allem meine mentale Vorbereitung. Wir werden mehr Druck haben, aber es ist ein positiver Druck. Ich fühle, dass ich mit anderen das Team führen muss", betonte er. Er ist überzeugt, dass auch für Vanek der Vertrag viel mehr Motivation als Hemmschuh ist. "Er ist heuer reifer ins Camp gekommen. Er ist ein geborener Torjäger, hat sich aber auch in der Defensive stark verbessert", erklärte der Kanadier.

Afinogenov, der Unberechenbare
Der Dritte im Bunde ist Afinogenow, mit dem sich Vanek auf dem Eis am Anfang schwerer tat. "Ich hatte eine schwierige Zeit mit ihm. Es hat gedauert, aber jetzt verstehen wir uns gut. Es gibt noch immer Situationen, wo er den Puck zu lange hält, aber das macht man auch selber so. Die Gegner wissen nicht, was er macht, manchmal wissen das aber auch wir nicht", sagte Österreichs Eishockey-Star.

(apa/red)