Der Masterplan: Haiders letztes Aufgebot

Jörg Haiders letzter Retter in höchster Not Wie Westenthaler das BZÖ in die nächste Regierung bringen will.

Der Masterplan: Haiders letztes Aufgebot

Schafft es Westenthaler? Erste Umfrage: Nur 3 % für BZÖ nach Westenthaler-Comeback.

Am Samstagnachmittag war alles klar. Nach knapp einem halben Jahr der Entscheidungsfindung griff Peter Westenthaler zum Handy, um drei Leute von seiner endlich gefassten Entscheidung vorab zu informieren: seinen Arbeitgeber Frank Stronach, seinen langjährigen politischen Mentor Jörg Haider und Noch-Vizekanzler Hubert Gorbach.

Politjunkie Westenthaler hat damit den derzeit wohl undankbarsten Politjob der Republik angenommen: Spitzenkandidat und Parteichef des (außerhalb Kärntens) im komatösen Umfragetief dahinvegetierenden BZÖ. Er übernimmt ein desaströses Erbe: Seine Partei liegt derzeit bei lediglich drei Prozent Wählerzustimmung (siehe Umfrage im neuen NEWS), verharrt in selbst gemachten Personalquerelen und verfügt über ein Profil, das sie gleichzeitig als billigen Mehrheitsbeschaffer der ÖVP und willfähriges Anhängsel des Kärntner Landeshauptmannes erscheinen lässt.

Westenthalers Ziel scheint da in nahezu illusorischer Ferne: Er will jene Wähler von 1999 zurückgewinnen, die bisher weder Blau noch Orange gewählt haben. Einen guten Teil dieser Stimmen hat jedoch Karl-Heinz Grasser mit zur ÖVP genommen. Westenthaler will zudem Bawag-frustrierte SPÖler gewinnen und vor allem der FPÖ Stimmen abknöpfen.
Unterm Strich bleibt freilich: Nach Protestwählern, enttäuschten SPÖlern und frustrierten Freiheitlichen fischt auch EU-Rebell Hans-Peter Martin. Und der liegt derzeit – obwohl er noch gar keine Kandidatur verkündet hat – weit vor Westenthaler bei sechs Prozent Wählerzustimmung.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS!