Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach:
Gute Ernährungsvorsätze selten eingehalten

Unterbewusstsein lenkt unser tatsächliches Verhalten Im entscheidenden Moment werden wir dann schwach

Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach:
Gute Ernährungsvorsätze selten eingehalten

Auch wenn die Vorsätze für die Ernährung noch so gut sind: Im entscheidenden Moment werden viele Menschen schwach, wie eine niederländische Untersuchung zeigt. Darin fragten Forscher der Universität Wageningen fast 600 Büroangestellte, ob sie als Zwischenmahlzeit Apfel, Banane, Schokoriegel oder eine Sirupwaffel wählen würden.

Etwa die Hälfte der Teilnehmer entschied sich für das gesunde Obst. Eine Woche später stellten die Ernährungsforscher die Probanden dann tatsächlich vor die Wahl - und mehr als drei Viertel aller Probanden griffen zu Schokoriegel oder Waffel. Auch etwa jeder vierte der eigentlich gesundheitsbewussten Teilnehmer verschmähte im entscheidenden Moment das Obst. Konsequenter waren jene Personen, die bei der Befragung für die Süßigkeiten gestimmt hatten. 92 Prozent von ihnen blieben bei Schokolade oder Waffel.

Gieriges Unterbewusstsein siegt
Studienleiter Pascalle Weijzen erklärt die Diskrepanz damit, dass die Absicht der rationalen Kontrolle unterliege. Bei der tatsächlichen Situation spielten aber viele andere, auch unbewusste Faktoren eine Rolle. Dennoch sei die Absicht nicht unwichtig: Denn immerhin waren 73 Prozent der gesundheitsbewussten Probanden ihrem guten Vorsatz treugeblieben. (apa/red)