"Der beste Freund des Menschen": In Österreich leben rund 600.000 Hunde

'Firma Hund' mit 680 Mio. Euro direkten Umsätzen

Exakte Zahlen über den Hundebestand in Österreich sind nicht zentral vorhanden, da die Vierbeiner in den Gemeinden angemeldet werden müssen und dort auch "steuerpflichtig" sind. Die der Statistik Austria vorliegenden jüngsten Zahlen stammen aus dem Jahr 1998. Demnach gab es damals laut Mikrozensus in 13,4 Prozent der 3,2 Millionen Haushalte einen oder mehrere Hunde. Laut Schätzungen des Instituts für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung (IEMT) leben in Österreich 590.000 bis 640.000 Hunde.

IEMT-Präsident Kurt Kotrschal, der Leiter der Konrad Lorenz Forschungsstelle in Grünau im Almtal und mehrere Co-Autoren haben in dem 2004 erschienenen Buch "Faktor Hund" versucht, auf wissenschaftlicher Basis eine Gesamtbilanz der Vor- und Nachteile der Hundehaltung zu erstellen. Demnach schafft die "Firma Hund" pro Jahr mindestens 680 Millionen Euro an direkten Umsätzen - das entspricht etwa vier Prozent der Ausgaben für Freizeitaktivitäten. Pro Tier werden nämlich rund 1.000 Euro aufgewendet, dazu kommen Einmalausgaben von mindestens 1.500 Euro.

Die von Hunden verursachten materiellen Schäden belasten die Gesellschaft mit etwa 50 Millionen Euro: Unter anderem durch die Verschmutzung städtischer Räume, Aufenthalten in Tierheimen und bis zu 8.000 Mal pro Jahr durch Bisse, Kratzer und Schnapper.

Geschätzte 11.000 Hunde sind Spezialisten: Sie stehen für Aufgaben bei Polizei, Heer, Rettung, als Assistenz- oder Therapiehunde im Einsatz.

(apa)