"Der österreichische Film" von

Von Lourdes bis Bock

25 neue DVDs für Erfolgs-Edition - Mutige Dokus und junge Spielfime dabei

"Der österreichische Film" - Von Lourdes bis Bock © Bild: Stadtkino Verleih

Einen beachtlichen Ritt durch 105 Jahre österreichischer Filmgeschichte hat die DVD-Edition "Der österreichische Film" hinter sich gebracht, mehr als eine Million DVDs wurden von den bisherigen 175 Titeln verkauft - was sogar den Bundespräsidenten gratulieren ließ. Nun erfährt die Erfolgsgeschichte eine weitere Ergänzung: Mit der soeben fertiggestellten sechsten Staffel befinden sich neuerdings 200 DVDs in der Box, wie die Initiatoren in Wien bekanntgaben. In Anwesenheit zahlreicher Prominenz wurden die jüngsten 25 Titel vorgestellt - von mutigen Dokumentarfilmen bis hin zum neuen österreichischen Spielfilm. NEWS.AT verlost eine gesamte Box mit den 25 neuen Titeln!

Darunter befinden sich etwa die dokumentarisch angehauchten Festivalhits "Lourdes" von Jessica Hausner und "La Pivellina" von Tizza Covi und Rainer Frimmel, ebenso Genre-Stücke wie "Rammbock" von Marvin Kren und "Contact High" von Michael Glawogger oder eindringliche Filme wie "Der Räuber" von Benjamin Heisenberg und "Rimini" von Peter Jaitz. Bei den Dokus wurden nicht nur "Qualtingers Wien" von Harald Sicheritz und der Klassiker "Das Fest des Huhnes" von Walter Wippersberg ausgewählt, sondern auch politische Arbeiten wie "Kronen Zeitung - Tag für Tag ein Boulevardstück" von Nathalie Borgers oder die KZ-Doku "T4 - Hartheim 1 - Sterben und Leben im Schloß" von Andreas Gruber, Egon Humer und Johannes Neuhauser.

Insgesamt haben es 291 Filme auf die 200 DVDs geschafft, 212 Langfilme und 79 Kurzfilme - 353 Stunden Filmmaterial von 160 Regisseuren. Insgesamt wurden mit dem Projekt laut Hoanzl 10 Mio. Euro Umsatz gemacht - und der Marktanteil des österreichischen Films auf 6 Prozent des DVD-Filmmarkts gesteigert.

Vielfalt
Für die Präsentation hatten sich u.a. Karl Markovics und Ute Bock angekündigt, die in Houchang Allahyaris "Die verrückte Welt der Ute Bock" ihren wichtigen Auftritt haben. Ganz allgemein sticht aber ohnehin vor allem wieder die Vielfalt der Edition ins Auge. Michael Hanekes früher Film "Bennys Video" trifft hier auf die Universum-Dokus "Glockner" und "St. Stephan" von Georg Riha, Fritz Lehners "Das Dorf an der Grenze" auf Kitty Kinos "Karambolage" und Reinhard Schwabenitzkys "Ilona & Kurti" auf Peter Kubelkas Filmmuseums-Vortrag "Film als Ereignis, Film als Sprache, Denken als Film". Letzterer wäre wohl auch ein guter Abschluss für die Reihe. Angesichts der guten Verkäufe ist eine Fortsetzung jedoch nicht ausgeschlossen. Langfristiges Ziel sei es, "das Publikumsinteresse in Österreich von 6 auf 15 Prozent weiter anzuheben", hieß es.

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