Der grüne Daumen boomt - Wir investieren heuer 560 Mio. € in unsere Schrebergärten

Ein schicker Garten gehört zum neuen Lifestyle Teure Gärtner lassen die Schwarzarbeit boomen

Der grüne Daumen boomt - Wir investieren heuer 560 Mio. € in unsere Schrebergärten

Die Österreicher geben jedes Jahr mehr für ihre privaten Gärten aus. 2006 waren es bereits 532 Mio. Euro, um 8 Prozent mehr als im Jahr davor, geht aus einer aktuellen Marktstudie von Kreutzer Fischer & Partner hervor. Für heuer erwarten die Experten einen Zuwachs auf 560 Mio. Euro und für 2008 einen Anstieg auf 589 Mio Euro.

Zwischen 2003 und 2006 wuchs der Umsatz mit privater Gartengestaltung um fast 15 Prozent. 2006 wurden insgesamt 532 Mio. Euro umgesetzt (Endverbraucherpreise). Darin enthalten sind mit einem Umsatz von rund 447 Mio. Euro Erlöse für Pflanzen, Erden, Boden- und Wandbefestigungen, Pools & Biotope sowie mit 85 Mio. Euro Umsätze für gewerbliche Dienstleistungen. Der Anteil der Planung und Pflege von privaten Gärten beträgt mittlerweile schon fast 16 Prozent, dazu kommt noch ein Schwarzmarkt, der auf etwa den gleichen Betrag geschätzt wird.

Der Gärtner war's!
Wachstumstreiber bei der Gartengestaltung ist eindeutig die Dienstleistung. Immer öfter wird die Neugestaltung der Gärten in professionelle Hände gelegt. Immer mehr Haushalte lassen Teile der Gartenpflege wie das Schneiden der Hecke oder die Rasenpflege von Gartenbaubetrieben erledigen. Während die Nachfrage nach Gartenbau-Produkten seit 2003 lediglich um 4 Prozent gewachsen ist, stiegen die verkauften Arbeitsstunden in der Dienstleistung um 45 Prozent. Für immer mehr Haushalte zählt neben der perfekten Wohnung auch ein perfekter Garten zum Lifestyle. Und so wie die Putzfrau für ein sauberes Zuhause sorgt, wird auch die Zeit für eine ordentliche Gartenpflege einfach zugekauft.

Schwarzarbeit mit grünem Daumen blüht
"Der Boom bei der Gartengestaltung ist weniger durch den Wunsch des Arbeitens in der Natur motiviert, denn durch ein neues Lifestyle-Verständnis, in das der Garten mit einbezogen wird", so der Geschäftsführer von Kreutzer Fischer & Partner Andreas Kreutzer. Dabei kostet eine Stunde im Gartenbau im Durchschnitt 49, Euro, für die Pflege werden durchschnittlich 31 Euro berechnet. Bei diesen Preisen sei es kein Wunder, dass auch die Schwarzarbeit boomt, so Kreutzer.

Schöner gärtnern
Die wichtigste Zielgruppe für die gewerbliche Gartengestaltung sei die Altersgruppe der 45-65-Jährigen. Auf sie entfällt mehr als 50 Prozent des Umsatzes. Die Käufergruppe zeichne sich gewöhnlich durch eine überdurchschnittlich hohe Kaufkraft aus, die besonders gerne in die Verschönerung des Eigenheims investiert. (APA/red)