"Der Christbaum begann zu schwanken": Neujahrs-Erdbeben in Kärnten sehr stark!

Vor allem rund um Loibl-Pass wackelten Häuser

Das Erdbeben am Neujahrstag in Kärnten war laut Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien stärker als alle Erdstöße des vergangenen Jahres in Österreich. Laut endgültigen Berechnungen erreichte das Beben mit dem Epizentrum im Bereich des Loiblpasses 4,2 auf der Richter-Skala. Es gab auch zwei Nachbeben, die aber von der Bevölkerung nicht wahrgenommen wurden.

Exakt um 15.59 Uhr bebte in weiten Teilen Mittel- und Unterkärntens die Erde. "Plötzlich vibrierten die Wände und der Christbaum begann zu schwanken", schilderte ein Klagenfurter der APA. Und gegenüber der "Kleinen Zeitung" erzählte eine Frau aus dem Loibltal: "Sehr kurz, sehr heftig war es, ein dumpfes Krachen, eine starke Erschütterung im gesamten Haus. Ich habe schon öfter Erdbeben bei uns erlebt, aber keines ist mir so stark vorgekommen wie dieses."

Im Gasthof "Deutscher Peter" an der Loiblpass-Straße, in unmittelbarer Nähe des Epizentrums, empfanden die Menschen eine Art "lauten Knall", andere Bewohner Unterkärntens sprachen von einem Grollen und Rütteln. Auch Hochhäuser in Klagenfurt gerieten ins Schwanken. Nach wenigen Sekunden war der Spuk aber vorbei. Schäden wurden bis Dienstag weder aus Kärnten noch aus Slowenien gemeldet, wo der Erdstoß im nördlichen Landesteil ebenfalls deutlich zu spüren war.

Ein Erdbeben dieser Stärke ist in Kärnten seit Jahren nicht mehr registriert worden. Im Jahr 2006 haben sich im südlichsten Bundesland zwölf Erdbeben ereignet, das sind mehr als in jedem anderen Bundesland. Österreichweit kam es zu 33 Beben. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik entspricht das dem langjährigen Durchschnitt. (APA/red)