Der Arbeitsmarkt im Würgegriff der Krise:
Jeder zehnte Europäer hat keinen Job mehr

Arbeitslosigkeit ist auf über neuen Prozent gestiegen Österreich schlägt sich bisher verhältnismäßig wacker

Der Arbeitsmarkt im Würgegriff der Krise:
Jeder zehnte Europäer hat keinen Job mehr © Bild: APA/Techt

Die Arbeitslosigkeit tut selten das, was sie soll: Während Industrie und Banken bereits wieder den Vorwärtsgang einlegen, geht es am Arbeitsmarkt steil bergab. In Europa ist jetzt bereits fast jeder Zehnte ohne Job. Die Arbeitslosenquote stieg im September auf 9,7 Prozent - der höchste Wert seit zehn Jahren. Einziger Lichtblick: Österreich hält sich verhältnismäßig gut und weist unter den 16 Euro-Ländern den zweitniedrigsten Wert auf.

Seit der Eskalation der weltweiten Finanzkrise nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 verloren 3,2 Mio. Menschen im Währungsgebiet ihren Job. In den 27 EU-Staaten wurde laut EU-Statistikamt Eurostat mit 9,2 (9,1) Prozent der höchste Wert seit Einführung der Statistik im Jänner 2000 erreicht. In allen 27 EU-Ländern zusammen waren es mehr als fünf Millionen. Offiziell sind damit 15,3 Mio. Menschen im Euroraum und 22,1 Mio. in der EU ohne Arbeit.

Die höchste Arbeitslosenquote wies Lettland mit 19,7 Prozent aus, gefolgt von Spanien mit 19,3 Prozent. Die niedrigste Quote meldeten die Niederlande mit 3,6 Prozent und Österreich mit 4,8 Prozent. In Deutschland ist die um saisonale Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote wegen der massiv ausgeweiteten Kurzarbeit mit 7,6 Prozent erneut unverändert geblieben.
(apa/red)