Den Einser-Goalie gibt es erst bei der EM:
Der Teamchef will sich noch nicht festlegen

Hickersberger: "Gibt keinen Grund davon abzugehen" Manninger hofft auf Rückkehr in Stammelf von Siena

Den Einser-Goalie gibt es erst bei der EM:
Der Teamchef will sich noch nicht festlegen

Österreichs Fußball-Teamchef Josef Hickersberger wird erst unmittelbar vor der EURO 2008 festlegen, wer bei der Heim-EM im ÖFB-Tor stehen wird. "Die Tormann-Rotation wird kurz vor der EM entschieden", erklärte der 59-Jährige im Teamcamp in Lindabrunn und lieferte dafür folgende Begründung: "Es läuft derzeit gut, daher gibt es keinen Grund, davon abzugehen. Es freut mich, wie konzentriert alle arbeiten."

Jürgen Macho, Alexander Manninger und Helge Payer duellieren sich bereits während des gesamten Jahres im Rahmen eines Wechselspiels um das Einserleiberl. Durch die Verletzung von Macho gegen England kam Manninger unverhofft zu 65 zusätzlichen Einsatzminuten, dennoch wird er gemäß der Rotation auch gegen Tunesien einlaufen.

"Mir wäre es aber lieber gewesen, Jürgen hätte durchspielen können", betonte Manninger. Mit dem Schicksal von Macho beschäftigte sich der Italien-Legionär nach seiner Einwechslung nicht. "Ich habe in dieser Situation nicht gewusst, was wirklich mit ihm ist. Da denkt man nicht nach."

Der Siena-Legionär kann dem regelmäßigen Tormann-Wechsel durchaus Positives abgewinnen. "Die Rotation ist meiner Meinung nach die fairste Lösung." Was für ihn als EM-Goalie spricht, wollte Manninger nicht beantworten. "Diese Frage stelle ich mir im Moment noch gar nicht. Es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, dazu etwas zu sagen."

Manninger will wieder Stammspieler sein
Der Salzburger hatte zuletzt zwar seinen Stammplatz in Siena verloren, durch den Hinauswurf von Coach Andrea Mandorlini und die Re-Installierung dessen Vorgängers Mario Beretta hofft der 24-fache Internationale aber nun auf eine Rückkehr in die Stammformation. "Ich habe auf jeden Fall ein gutes Gefühl, wenn ich zurückfliege."

Nach seiner Degradierung hatte Manninger, der sich so wie andere arrivierte Siena-Kicker plötzlich auf der Ersatzbank wiederfand, erst gar nicht das Gespräch mit Mandorlini gesucht, weil sich dessen Ablöse schon angedeutet hatte. "Deshalb sind wir ruhig geblieben. Durch die Rückkehr von Beretta hoffe ich jetzt, dass wieder Ordnung und Disziplin in die Mannschaft kommt."

Mit der mangelnden Spielpraxis der vergangenen Wochen konnte der 30-Jährige nach eigenen Angaben gut umgehen. "In einem gewissen Alter geht man anders an die Sache heran, da hilft einem die Routine darüber hinweg."

Payer ohne Stammplatzsorgen
Im Gegensatz zu Manninger ist Payer in seinem Verein die unangefochtene Nummer eins. "Ich habe nicht einfach so langfristig bei Rapid unterschrieben, sondern auch im Hinblick auf die EM", sagte der 28-Jährige. Freibrief hat aber auch der Oberösterreicher keinen. "Bei Rapid ist immer der Druck da, gut spielen zu müssen. Wenn du nicht gut spielst, wirst du nicht lange bei Rapid sein."
(apa/red)