Demo gegen Sudan von

George Clooney verhaftet

Hollywood-Star hatte vor sudanesischer Botschaft in Washington protestiert

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    George Clooney verhaftet

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    George Clooney verhaftet

Wie der US-Sender CNN berichtet, ist Hollywood-Schauspieler George Clooney in Washington DC verhaftet worden. Der 50-Jährige hatte an einer Demonstration vor der sudanesischen Botschaft in der US-Hauptstadt teilgenommen. Auch Clooneys Vater Nick wurde festgenommen.

US-Fernsehsender zeigten am Freitag, wie die beiden in Handschellen von Polizisten abgeführt wurden. Die Regierung in Khartum müsse aufhören, "ihr eigenes Volk umzubringen, zu vergewaltigen und auszuhungern", hatte der Schauspieler zuvor vor laufenden Kameras auf den Stufen der Botschaft erklärt. Kurz darauf wurde er abgeführt. "Eine Verhaftung ist erniedrigend, egal was du tust, aber ich bin froh, hier mit meinem Vater zu stehen", zitiert ihn die Journalistin Ann Curry auf Twitter . "Ich wollte nur Aufmerksamkeit erregen", soll Clooney außerdem gesagt haben.

Treffen mit Obama am Vortag
Am Tag vor seiner Festnahme hatte Clooney US-Präsident Barack Obama bei einem Treffen im Weißen Haus um Hilfe für die Flüchtlinge im sudanesischen Grenzgebiet gebeten. Der Schauspieler wollte Obama in dem Gespräch dazu bewegen, mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao über die humanitäre Krise in dem afrikanischen Land zu sprechen, berichteten amerikanische Medien.

Clooney hofft, dass die US-Regierung China dazu bringe, seinen Einfluss im Sudan geltend zu machen, damit das Land seine südliche Region für Hilfsorganisationen öffnet. In dortigen Flüchtlingslagern fehlt es an Wasser und Nahrung.

Kino-Held unter Raketenbeschuss
Der Kino-Held Clooney setzt sich seit Jahren für die Menschen im Sudan ein und warnte am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Senat vor einer humanitären Krise in dem Grenzgebiet. Der Schauspieler hatte die Krisenregion vor kurzem selber besucht und sei dabei unter Raketenbeschuss geraten, erzählte er. Ein neunjähriger Bub habe bei einem Angriff beide Hände verloren.

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CNN