Déjà-vu-Erlebnis für unseren Präsidenten:
Fischer wird heute das zweite Mal angelobt

Flaggenparade und ein "Dr.-Heinz-Fischer-Marsch" Regierung mit dem traditionellen Rücktrittsangebot

Déjà-vu-Erlebnis für unseren Präsidenten:
Fischer wird heute das zweite Mal angelobt © Bild: APA/Pessenlehner

Bundespräsident Heinz Fischer wird heute für seine zweite Amtsperiode angelobt. Zu diesem Behufe tritt die Bundesversammlung - alle Abgeordneten von National- und Bundesrat - zusammen. Den Vorsitz führt Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Nach der Angelobungszeremonie nimmt Fischer als Oberbefehlshaber des Bundesheeres die traditionelle Flaggenparade ab, am Abend lädt er Abgeordnete, Regierung und Prominenz aus Wirtschaft, Kultur und Medien zu einem Empfang.

Die Gelöbnisformel des Bundespräsidenten ist in der Verfassung verankert: "Ich gelobe, dass ich die Verfassung und alle Gesetze der Republik getreulich beobachten und meine Pflicht nach bestem Wissen und Gewissen erfüllen werde." Die Verfassungs erlaubt weiters die "Beifügung einer religiösen Beteuerung", auf diese hat der Agnostiker Fischer bei seiner Angelobung am 8. Juli 2004 aber verzichtet.

Der Ablauf des Festakts im Detail: Kurz vor 10 Uhr trifft Fischer im Parlament ein, nach einer Begrüßung durch die Nationalratspräsidentin sowie Bundesrats-Vorsitzenden Martin Preineder geht es in den Historischen Sitzungssaal. Prammer verliest die Formel, der neue, alte Bundespräsident leistet sein Gelöbnis im Stehen. Es folgt eine Ansprache Prammers, dann ergreift Fischer das Wort. Zum Abschluss wird die Bundeshymne angestimmt.

Marschieren für den Präsidenten
Auf Fischer wartet dann gleich eine weitere Zeremonie, nämlich die Flaggenparade des Bundesheeres am Äußeren Burgtor an der Ringstraße, wo sich Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) und Generalstrabschef Edmund Entacher einfinden. Beflaggt werden das Dach der Präsidenschaftskanzlei, jenes des Äußeren Burgtores sowie der Fahnenmast. Ansprachen von Darabos und Fischer stehen ebenso auf dem Programm wie der "Dr.-Heinz-Fischer-Marsch".

Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet dann ein Abendempfang im Zeremoniensaal der Hofburg, auf dem neben Regierungsmitgliedern und Abgeordneten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Medien begrüßt werden, heißt es aus der Präsidentschaftskanzlei.

Regierung bietet Rücktritt an
Weiterer traditioneller Termin für einen neu - oder neuerlich - angelobten Bundespräsidenten ist das Rücktrittsangebot der Bundesregierung, das diesmal am Freitag um 9 Uhr erfolgen wird. Um 11 Uhr schließlich trifft Fischer das Diplomatische Corps, um 14 Uhr gibt es einen Empfang für das Präsidium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Heinz Fischer war am 25. April mit 79,33 Prozent der Stimmen für eine weitere Funktionsperiode von sechs Jahren wiedergewählt worden. Seine zweite Angelobung ist wohl zugleich die erste, bei der er uneingeschränkt freudig agieren kann. Denn im Jahr 2004 war sein Amtsantritt vom plötzlichen Tod seines Vorgängers Thomas Klestil nur 36 Stunden vor dem Ende seiner Amtszeit überschattet gewesen.

(apa/red)

Kommentare

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Ein nicht sagender Mann! Ein nichtssagender Mann mit einer nichtssagenden Amtsführung wird als "Staatsnotar" zum Zweitenmal angelobt obwohl ihn nur 36 Prozent der Wahlberechtigten gewählt haben und er wird Österreich viel Geld kosten. Wie gesagt, die da oben richtens es sich immer wieder. Abschafffen dieses unnötigen Amtes: Nie und nimmer!

zeno09 melden

Re: Ein nicht sagender Mann! Teile vollinhaltlich die Meinung von sidestep

thunderwonder melden

Re: Ein nicht sagender Mann! den bundespräsidenten abschaffen ist weder möglich noch klug. man braucht einen "aufpasser" über das parlament hinweg. sollte dieses handungsunfähig sein, kann uhbp es auflösen und neuwahlen anordnen. außerdem können jederzeit dinge geschehen, die ihn auch so nötig machen; es ist zwar unwahrscheinlich, aber nie ganz auszuschließen, dass irgendetwas passiert in zeiten, in denen faschisten 3. nationalratspräsidenten werden können. daher muss ein aufpasser über das parlament einfach bleiben. und dass dieser sogar vom volk gewählt wird und nicht wie in anderen ländern nur ernannt wird, ist noch ein demokratie-zuckerl. wir wählen unseren aufpasser also selbst. das ist schon gut so

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Chance für Österreich! Fischer soll morgen das Rücktrittsangebot der unfähigen Regierung annehmen. Eine derart elegante Möglichkeit, diese unglaubwürdige Truppe von aufgeblasenen Wichtigtuern los zu werden bietet sich so leicht nicht wieder.

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Re: Chance für Österreich! Sie glauben doch nicht im Ernst daran, dass dieser Mann, der laut Kreisky immer auf der Toilette zu finden war, wenn es abstimmungsmäßig "heiß" wurde, den Mut haben wird, diese Chaostruppe in Pension zu schicken!

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Re: Chance für Österreich! sidestep, 08.07. 10 09:00

Erraten, es war nur ein schöner Tagtraum.

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