Debatte um Vorausscheidung bei WM: FIS will auch künftig an Quali-Format festhalten

Protest kam vor allem vom senegalesischen Verband

Nach der Premiere in Aare will der Internationale Skiverband (FIS) am neuen Qualifikationsformat bei Weltmeisterschaften in den technischen Disziplinen Slalom und Riesentorlauf festhalten. Das bestätigte FIS-Renndirektor Günter Hujara. "Nur weil ein Verband dagegen ist? Allen kann man es nie recht machen", meinte der Deutsche.

In Aare hatte vor allem der senegalesische Verband gegen die neue Quali protestiert. Verbandspräsident Lamine Gueye meinte, dass sei der Todesstoß für die kleinen Nationen, die somit keinerlei Chance auf eine Teilnahme am Hauptrennen hätten. Senegals Läufer Leyti Seck, ein für Senegal startender Salzburger, war daraufhin von der Startliste genommen worden.

Gueye präsentierte in Aare sogar ein Alternativ-Format, bei dem pro kleiner Ski-Nation ein Läufer fix teilnehmen könnte und trotzdem nicht mehr als 120 Läufer zusammenkommen würden. Bei den Damen gab es in Aare hingegen keine Quali.

Um WM-Rennen mit 150 Läufern oder mehr zu verhindern, hat die FIS in Aare die Qualifikation eingeführt. Die Top 50 der Weltrangliste, darunter natürlich alle Österreicher, waren gesetzt, um die verbleibenden 25 Plätze kämpften dann jeweils rund 100 Läufer aus aller Welt. (apa/red)