Debatte um Rückerstattung der Studien- gebühren: Gusenbauer will großzügig sein

Kein Unterschied bei Art der freiwilligen Arbeit Auch Arbeit in Partei-Jugend soll befreit werden

In der Debatte um die Rückerstattung der Studiengebühren für Mitglieder von Freiwilligen-Organisationen hat sich Bundeskanzler Alfred Gusenbauer für eine großzügige Regelung ausgesprochen.

"Ich finde dass man hier nicht unterscheiden soll, welche Art von freiwilliger Arbeit im Dienste der Gemeinschaft geleistet wird", forderte Gusenbauer im Ö1-Abendjournal eine möglichst weite Fassung des Bereichs der anerkannten Tätigkeiten. Die Entscheidung liege allerdings beim Wissenschaftsminister.

Auch Arbeit in Partei-Jugend soll befreit werden
Für eine ersatzlose Abschaffung der Studiengebühren plädiert die Bundesjugendvertretung (BJV). Einen Zusammenhang zwischen ehrenamtlicher Tätigkeit und Studienbeiträgen zu konstruieren, sei "völlig absurd", da damit verschiedene Formen freiwilligen Engagements unterschiedlich bewertet würden, hieß es in einer Aussendung. Sollte die Regierung aber ihre Pläne weiter verfolgen, wollen die Jugendvertreter sämtliche Studenten ihrer Mitgliederorganisationen - darunter die Junge ÖVP, die Sozialistische Jugend, der Ring Freiheitlicher Jugend, die Generation Zukunft Österreich und die Plattform Grünalternativer Jugendorganisationen - von den Gebühren befreit haben.

Weitere Mitglieder der BJV sind unter anderem Jungschar, Mittelschüler Kartellverband, Muslimische Jugend, Alpenvereinsjugend, Blasmusikjugend, Jungbauernschaft, Pennäler Ring sowie Pfadfinder. Außerdem fordern die Jugendvertreter auch Studiengebührenbefreiungen für ehrenamtliche Mitarbeiter in lokalen Initiativen, Kulturvereinen oder ähnlichen Institutionen sowie einen Sitz in der interministeriellen Arbeitsgruppe.

(apa)