Davis Cup - Österreich ist voller Zuversicht:
Klare Favoritenrolle gegen die Brasilianer

Auch Knowle nach Darmgrippe wieder einsatzfähig Südamerikaner mit zwei Ausfällen vom Pech verfolgt

Zwei Trainingstage in der großen Innsbrucker Olympiahalle hat das österreichische Davis-Cup-Team bereits hinter sich. Die Equipe gab sich vor dem Aufstiegskampf in die Weltgruppe gegen Brasilien schon voller Zuversicht. Auch Österreichs frisch gebackener Grand-Slam-Doppelsieger Julian Knowle konnte nach seiner Darm-Grippe erstmals mit dem Training beginnen. Die Auslosung für den Länderkampf erfolgt am 20. September.

Teamkapitän Gilbert Schaller war auf der offiziellen ÖTV-Pressekonferenz jedenfalls voller Zuversicht: "Es läuft derzeit alles hervorragend. Auch Julian ist wieder fit." An den ersten beiden Trainingstagen arbeiteten die Österreicher hauptsächlich an den Grundschlägen und ihrem Serve-Volley-Spiel. "Ab Mittwoch wird dann auch mit Sparringpartner geübt", kündigte Schaller an. So ist neben Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Julian Knowle auch Werner Eschauer mit in Innsbruck.

"Nach dem ersten Tag habe ich gedacht, die Bälle sind sehr schnell, inzwischen habe ich mich aber schon daran gewöhnt", berichtete Koubek von seinen Trainingseindrücken. Gespielt wird wie schon beim Davis Cup gegen Argentinien in Linz auf einem Opticourt-Belag. "Die Bälle springen auch durch die Höhenlage von Innsbruck sehr hoch, das sollte uns entgegenkommen", sagte Koubek. Innsbruck liegt 598 m über dem Meeresspiegel.

Erneut in der Favoritenrolle
Die Österreicher sind die klaren Favoriten gegen Brasilien. Für Jürgen Melzer nichts Neues. "Das haben wir ja schon gegen Argentinien erlebt", sagte Melzer. "Wir dürfen uns dadurch halt nur nicht aus dem Konzept bringen lassen, müssen trotzdem voll konzentriert an die Aufgabe herangehen. Die Halle hier ist jedenfalls sehr schön, jetzt hoffe ich, dass auch genügend Fans kommen werden." Um die Fans für den Davis Cup anzulocken, wurden die Preise von überhöhten 40 Euro (in Linz gegen Argentinien) auf 22 Euro für die Tageskarte gesenkt.

Mit blauem Auge davongekommen...
Die Brasilianer, die sich in Innsbruck auf das Duell gegen die Österreicher vorbereiten, reisten mit fünf Spielern an. Neben Gustavo Kuerten berief Coach Francisco Costa auch Ricardo Mello, Andre Sa, Marcos Daniel und Tomaz Bellucci ins Team. Bei den vom Pech verfolgten Südamerikanern, die ja ohne ihre Nummer 1 Flavio Saretta sowie Doppelspezialist Marcello Mello auskommen müssen, gab es auch noch einen Zwischenfall: Ein Ball landete mit voller Wucht im Gesicht von Marcos Daniel, dessen rechtes Auge binnen kurzer Zeit dick angeschwollen war. Nach einer Untersuchung in der Uni-Klinik in Innsbruck gab es aber Entwarnung, Daniel kam im wahrsten Sinne des Wortes mit einem "blauen Auge" davon. (apa/red)