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Thiem eröffnet Davis-Cup-Duell
gegen die Niederlande

Österreicher hoffen in Kitzbühel auf Unterstützung des Publikums

Dominic Thiem © Bild: GEPA pictures/ Matthias Hauer

Dominic Thiem eröffnet am Freitag in Kitzbühel (13.00 Uhr/live ORF Sport +) die Davis-Cup-Zweitrunden-Partie der Europa-Afrika-Zone I zwischen Österreich und den Niederlanden. Der Niederösterreicher trifft zum Auftakt auf Thiemo de Bakker. Im Anschluss bekommt es Andreas Haider-Maurer mit Robin Haase zu tun.

Das Doppel am Samstag bestreiten Jürgen Melzer/Oliver Marach gegen Jean-Julien Rojer/Jesse Huta Galong. Am Sonntag stehen je nach Verlauf noch die weiteren Einzel von Thiem gegen Haase und von Haider-Maurer gegen De Bakker auf dem Programm.

Der Sieger dieses Davis-Cup-Länderkampfs spielt im September um den Aufstieg in die Weltgruppe.

Österreichs Davis-Cup-Team hat lange auf ein Heimspiel warten müssen. Nach sechs Auswärts-Trips en suite ist der ÖTV erstmals seit drei Jahren und fünf Monaten wieder Gastgeber. In 25 Heim-Länderkämpfen seit 1989 hat das ÖTV-Team 17 Mal den Sieg gefeiert.

Koubek: Sind hier, um zu gewinnen

"Es ist nicht unsere Pflicht, daheim einen Sieg einzufahren, aber wir sind hier, um zu gewinnen", sagte Stefan Koubek, für den es das erste Heimspiel als Davis Cup-Kapitän sein wird. "Unsere Singlespieler sind im Ranking zwar weit voran, davon darf man sich aber nicht täuschen lassen. Es kann sehr eng werden. Deshalb brauchen wir jeden einzelnen Zuschauer, der uns anfeuert", hoffte der Kapitän auf zahlreiche Unterstützung des Publikums.

Davis Cup Team
© GEPA pictures/ Matthias Hauer Österreichs Musketiere für den Kampf gegen die Niederlande

Nach der verletzungsbedingten Absage von Doppelspezialist Alexander Peya nominierte Koubek nach Absprache mit Jürgen Melzer Oliver Marach nach. Der Steirer, der am Donnerstag seinen 35. Geburtstag feiert, war bereits im Weltgruppen-Play-off 2013 in den Niederlanden für Peya eingesprungen, als man in Groningen mit 0:5 verlor. "Oliver wollte sich beim Challenger in San Benedetto einschreiben, hat alles liegen und stehen lassen und ist nach Kitzbühel gefahren. Eine super Einstellung." Für Marach ist das eine Selbstverständlichkeit: "Ich habe immer gesagt, dass ich bereit stehe, wenn man mich braucht."

Vorfreude bei Thiem

Dominic Thiem wird zum ersten Mal eine Davis Cup-Heimpartie bestreiten. Österreichs Nummer eins ist mit Platz 28 in der Weltrangliste der Top-Platzierte der beiden Nationen. "Es freut mich, dass der Davis Cup in Kitzbühel stattfindet. Mit der Höhenlage komme ich gut zurecht", meinte der Vorjahresfinalist des ATP-Turniers in Kitzbühel. "Jetzt hoffe ich, dass möglichst viele Leute kommen, um uns zu unterstützen."

Dominic Thiem
© GEPA pictures/ Matthias Hauer Beim Training kam Thiem schon ordentlich ins Schwitzen

Andreas Haider-Maurer hat die Knieprobleme, die ihn in Wimbledon zur Aufgabe gezwungen hatten, in den Griff bekommen. "Ich musste viel Zeit investieren, um schmerzfrei zu werden. Zuletzt habe ich viel im Kraftbereich gearbeitet. Das hat sich ausgezahlt, ich bin jetzt wieder topfit", sagte der Wahl-Innsbrucker. "Der Davis Cup hier in Tirol ist speziell für mich. Es werden viele Freunde und Bekannte kommen", betonte Haider-Maurer.

Der niederländische Kapitän Jan Siemerink wollte dem 5:0 seines Teams vor zwei Jahren keine hohe Bedeutung zukommen lassen. "Das kann man nicht vergleichen, weil es in der Halle war", sagte Siemerink. "Hier ist die Höhenlage extrem, das ist ein ganz anderes Spiel." Ein Spiel, das vor allem Robin Haase liegt, hatte die niederländische Nummer eins doch seine beiden einzigen ATP-Titel in Kitzbühel errungen. Dementsprechend selbstsicher gab sich der 28-Jährige: "Ich habe hier erst ein schlechtes Match gespielt. Es ist ein Vorteil, wenn man weiß, wie man sich bewegen muss. Ich treffe die Bälle wieder richtig gut."

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