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David Alaba zum sechsten
Mal "Fußballer des Jahres"

ÖFB-Star setzte sich knapp vor Fuchs durch

© Video: APA

David Alaba ist zum insgesamt sechsten Mal in Serie zu Österreichs Fußballer des Jahres gekürt worden. Der Bayern-Legionär gewann die Wahl knapp vor Christian Fuchs und baute seinen Status als Rekordsieger vor Ivica Vastic (4) aus.

"Das ist eine riesige Ehre und etwas sehr Besonderes für mich", erklärte der ÖFB-Star. Alaba erhielt 22 Punkte und blieb damit drei Zähler vor Fuchs, der mit Leicester City in der vergangenen Saison sensationell englischer Meister wurde. Auf Rang drei landete Marcel Sabitzer (12), Vierter wurde Marko Arnautovic (11).

Drei Top-Platzierungen

2013 und 2014 wurde Alaba von allen zehn Bundesliga-Trainern auf Rang eins gereiht, im Vorjahr noch von neun. Diesmal reichte es zu drei Top-Platzierungen - eine davon kam vom scheidenden Interimscoach des Winterkönigs SCR Altach, Werner Grabherr. "Alaba ist bei einem Topclub und das Aushängeschild des österreichischen Fußballs. Er überzeugt mit seinen Leistungen regelmäßig auf höchstem Level", sagte Grabherr.

Auch für Christian Benbennek von der SV Ried war Alaba in diesem Jahr der beste österreichische Kicker. "Weil er einer der besten Linksverteidiger der Welt ist", lautete die Begründung des Deutschen.

»Er bringt noch immer regelmäßig und konstant gute Leistungen«

Ivica Vastic vom SV Mattersburg setzte den 24-Jährigen ebenfalls an die erste Stelle. "Er bringt noch immer regelmäßig und konstant gute Leistungen bei einem Topteam wie Bayern München", meinte der Ex-Teamspieler über Alaba, der von Jochen Fallmann (St. Pölten), Heimo Pfeifenberger (WAC), Oliver Lederer (Admira) und Thorsten Fink (Austria) nicht in deren Top-3 nominiert wurde.

Alaba gewann mit den Bayern in diesem Jahr die Meisterschaft und den Cup, außerdem schaffte er es als unumstrittener Stammspieler mit dem deutschen Rekordmeister bis ins Semifinale der Champions League. Demgegenüber steht allerdings das enttäuschende Abschneiden mit der ÖFB-Auswahl bei der EURO 2016 in Frankreich sowie der missglückte Start in die laufende WM-Qualifikation.

Erster Gegenwind

Als Stammakteur des FC Bayern holte Alaba mit den Münchnern 2016 das Double und kam bis ins Champions-League-Semifinale, und dennoch spürte der 24-Jährige in den vergangenen Monaten erstmals Gegenwind. Das lag vor allem an der verkorksten EURO 2016 in Frankreich und den darauffolgenden Partien der WM-Qualifikation. Spätestens seit dem ÖFB-Rücktritt von Christian Fuchs im Sommer wurden die Stimmen lauter, der Wiener solle auch in der Nationalmannschaft in seine angestammte Bayern-Rolle als Linksverteidiger schlüpfen, zumal Alaba in der Mittelfeld-Position zuletzt nicht überzeugen konnte.

Diesem Ansinnen erteilte der ÖFB-Star jedoch eine relativ klare Absage. "Ich habe mir über die Linksverteidiger-Rolle überhaupt keine Gedanken gemacht, weil der Trainer (Anm.: Teamchef Marcel Koller) mir immer wieder gesagt hat, dass er mich im Mittelfeld sieht."

Bei den Bayern aber ist der 54-fache Internationale (11 Tore) auch nach dem Trainerwechsel von Josep Guardiola zu Carlo Ancelotti links in der Viererkette vorgesehen, sofern er nicht wegen Personalproblemen in der Innenverteidigung aushelfen muss. Wo auch immer der auf einen Marktwert von 45 Millionen Euro taxierte zweifache österreichische Sportler des Jahres eingesetzt wird - seine Zweikampfstärke, Dynamik und Übersicht sind für den deutschen Rekordmeister unverzichtbar.

Kommentare

Eine Schande!!! Das ganze Jahr nichts Entscheidendes geleistet!!! Nur Mittelmaß. Jetzt weiß man, warum wir so tief unten sind, bei solcher "Fachwahl" von lauter Experten!!!

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