Das Woodstock des Snowboards ist zurück:
Die Neuauflage von "Air&Style" am Bergisel

Acht Jahre nach der Tragödie mit fünf Todesopfern Zum Comeback werden 12.000 Zuschauer erwartet

Das Woodstock des Snowboards ist zurück:
Die Neuauflage von "Air&Style" am Bergisel

Acht Jahre nach der Bergisel-Tragödie, die fünf Todesopfer gefordert hatte, wird der Air&Style-Contest am 2. Februar 2008 an seinen "Geburtsort", dem Innsbrucker Sprungstadion am Bergisel, zurückkehren. Beim Comeback werden 12.000 Zuschauer erwartet. Als Neuerung findet im kommenden Jahr kein High-Jump, sondern ein Quarterpipe-Bewerb statt, der von der internationalen Tour sofort den Fünf-Sterne-Status zugesprochen bekam.

"Inzwischen ist nach der Tragödie genügend Zeit vergangen, es ist die richtige Zeit am Bergisel wieder durchzustarten", sagte Andrew Hoourmont, Chef der Air&Style-Company, bei der Präsentation in Innsbruck. "Wie es mir persönlich mit der Rückkehr gehen wird, kann ich erst am Veranstaltungstag sagen."

Zur Erinnerung: Beim Abgang des Air&Style-Contest im Dezember 1999, der mit 40.000 Besucher der best besuchteste aller Zeiten war, kam es zu einem Gedränge. Dabei starben fünf junge Menschen. In der Folge wich der Air&Style-Contest nach Seefeld aus, um nun im Dezember dieses Jahres zum dritten Mal im Münchner Olympiastadion stattzufinden. Der Air&Style-Konzept war 1994 vor 5.000 Fans erstmals am Bergisel ausgetragen worden.

Quarterpipe-Contest
Als Neuerung wird es diesmal aber keinen klassischen High-Jump-Bewerb geben, sondern einen Contest in einer gewaltigen Quarterpipe. Der Anlauf beginnt auf einer Rampe auf Höhe des Schanzentisches und wird 150 Meter betragen. Die Rider sollen dabei Geschwindigkeiten über 100 km/h erreichen. Die Quarterpipe wird zwölf Meter hoch sein. Allein das Stahlgerüst wird 120 Tonnen wiegen, insgesamt werden 4.000 Kubikmeter Kunstschnee benötigt.

Die norwegische Snowboard-Legende Terrje Haakonsen kündigte bereits an, er wolle am Bergisel seinen Weltrekord von zehn Metern brechen. Mit dabei werden auch Stars wie Andy Finch (USA) und Risto Mattila (FIN) sein. Mit Stefan Gimpl, Werner Stock und Peter König sind drei Österreicher im 24-Mann-Starterfeld.

Fünf-Sterne-Status
Für den Schweizer Reto Lamm, Präsident der Ticket-to-Ride-Tour (TTR), war es eine Selbstverständlichkeit, dem neuen Innsbrucker Event den Fünf-Sterne-Status zu verleihen. Insgesamt gibt es weltweit acht Veranstaltungen dieser Qualität, fünf Events haben sogar sechs Sterne. Die TTR versucht seit 1991 die Geschichte und Traditionen des Snowboardsports wieder aufleben zu lassen. "Wir haben ein Show- und ein Punktekonzept entwickelt, um auch auf die sportliche Seite hinzuweisen", sagte Lamm, der Innsbruck als das "Woodstock des Snowboards" bezeichnete.

Obwohl in Innsbruck die Sektoren beim Event 20.000 Fans fassen könnten, werden diesmal nur 12.000 Tickets aufgelegt. Der Kartenverkauf bei Ö-Ticket und unter http://www.air-style.com hat schon begonnen.

Zuvor findet am 1. Dezember im Münchner Olympiastadion der klassische "Air&Style" mit High Jump statt. 30.000 Zuschauer werden dazu erwartet.

(apa/red)