Das blau-orange Polittheater geht munter weiter: BZÖ bezichtigt Scheuch der Lüge

Mutter von Jörg Haider kritisiert abgespaltene FPK Skurril: FPK-Landesrat würde mit Teufel paktieren

Das blau-orange Polittheater geht munter weiter: BZÖ bezichtigt Scheuch der Lüge © Bild: APA/Eggenberger

Auch nach den Weihnachtsfeiertagen kommen die wieder blau gewordenen Orangen in Kärnten nicht zur Ruhe. Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Landesparteichef Uwe Scheuch wurden bei einer Pressekonferenz mit der Kritik von Jörg Haiders Schwester Ursula Haubner und seiner Mutter Dorothea Haider an der Abspaltung konfrontiert. Beide wiesen die Kritik zurück.

Dorothea Haider hatte in der "Kronen Zeitung" klar Stellung gegen Parteichef Scheuch und dessen Bruder Kurt bezogen. Sie sei "tief enttäuscht", ließ sie wissen. Uwe Scheuch meinte dazu: "Sie werden von mir kein schlechtes Wort über Dorothea Haider hören." Eine Mutter werde sich doch immer auf die Seite ihrer Tochter schlagen, und Ursula Haubner habe sich für das BZÖ entschieden. Kritik kam dann aber doch, und zwar daran, "dass man jetzt noch immer versucht, den Jörg Haider 14 Monate nach seinem Tod mit seinen eigenen Argumenten zu missbrauchen".

Dörfler ging vor allem auf Haubners Kritik an der Abspaltung der Kärntner ein und meinte: "Wenn Ursula Haubner Wahlen gewonnen hätte, würde ich mir ihre Frage stellen lassen. So kann ich diese Kritik einfach nicht annehmen." Die Wahl in Oberösterreich habe gezeigt, dass das BZÖ nicht überlebensfähig sei, die Abspaltung sei daher der einzig richtige Schritt für Kärnten, so Dörfler und Scheuch unisono.

FPK würde gar mit dem Teufel paktieren
Das Bundes-BZÖ warf Scheuch indes in einer Aussendung vor, seine Versprechen gebrochen zu haben. Die Palette reiche vom Zukunftsfonds über die Partei-Abspaltung bis hin zu einem angekündigten Verzicht auf Partei-Inserate. Im Juni habe Scheuch erklärt, man werde ein Jahr lang "auf jede Parteischaltung" verzichten. Seit der Abspaltung würden aber täglich zahlreiche Inserate geschaltet, die aus der Parteikasse bezahlt würden, so die Orangen.

Einen verbalen Ausrutscher leistete sich, in dem Bemühen, die Zusammenarbeit mit Heinz-Christian Strache zu rechtfertigen, FPK-Soziallandesrat Christian Ragger. In einem Interview mit der Regionalzeitung "Unterkärntner Nachrichten" meinte Ragger, er sei Pragmatiker, sein Ziel sei es, für das Land etwas weiterzubringen. Man brauche da einen starken Partner auf Bundesebene, wer dieser sei, wäre ihm ziemlich egal. Wenn er etwas Positives für das Land erreichen könne, "dann würde ich mich sogar mit dem Teufel verbünden". Strache sei ihm jedenfalls sympathischer als SPÖ-Chef Werner Faymann oder ÖVP-Obmann Josef Pröll.

(apa/red)

Kommentare

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Und das rot-schwarze Theater endet nie;) Das SPÖVP Kasperltheater dauert auch schon viel zu lange
und darüber regt sich keiner mehr auf, weil es keinen Sinn
macht! Also blau-orange ist dagegen harmlos!

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Re: Und das rot-schwarze Theater endet nie;) ein eingefleischter.... keine andere Anrwort zu erwarten!!!

Leider Realitätsfern......

Kärnten ist nicht BZÖ /FPK LH Dörfler, die Scheuch´s etc.tun so, als ob 45% der Kärntner BZÖ gewählt hätten!! Grundfalsch, ist NICHT Realität. Kärntner und Restösterreich müssen WISSEN: Kärnten hat 561.094 EW (www.ktn.gv.at), wahlberechtigt bei LT-Wahl 2009: 443.499, gültige Stimmen für das BZÖ 159.926, das sind 44,89%. NICHT ALLER Kärntner, NICHT ALLER Wahlberechtigten, NICHT ALLER WÄHLER, sondern lediglich 44,89% der GÜLTIG abgegebenen STIMMEN!! Von allen Wählern 44,10%, von allen Wahlberechtigten nur 36,06%, von ALLEN Kärntnern (561.094) nur 28,50%! Damit stellt das BZÖ nur eine MINDERHEIT dar (fairerweise Volkszählung für zweisprachige =Parteitafeln=?). Von 561.094 KärntnerINNEN haben nur 159.926 - eine Minderheit - BZÖ gewählt, die restlichen 401.168 EW Kärntens haben NICHT BZÖ gewählt. www.ideenfuerkaernten.eu

Villacher Fasching - Realität? Ein Großbauer und ein nicht verurteilter (wegen seinem niederen IQ ) Landeshauptmann suchen das weite. Es ist eigentlich unglaublich was hier los ist. Der eine gehört in eine geschlossene Anstalt , der andere vor Gericht. Aber es ist ja Fasching!!!

Kasperln ...Kärntner Kasperltheater.....na ja, es ist eh bald Fasching

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