Das ging für Österreicher voll ins Auge: Melzer & Koubek schon im Achtelfinale out

Chela spielt im Viertelfinale gegen Djokovic oder Zib Ab sofort leider kein Landsmann mehr im Bewerb

Die Österreicher Stefan Koubek und Jürgen Melzer sind bei der Tennis-BA-CA-Trophy wie schon im Vorjahr im Gleichklang ausgeschieden. Hatte das ÖTV-Duo aber im Vorjahr das Viertelfinale erreicht, kam diesmal jeweils schon im Achtelfinale in jeweils drei Sätzen das Out. Nachdem Koubek dem Spanier Feliciano Lopez in 126 Minuten 4:6,6:3,4:6 unterlegen war, verlor Melzer gegen den Argentinier Juan Ignacio Chela 6:4,3:6,2:6.

Im ersten Satz sah es für Melzer recht gut aus. Zwar geriet der 26-Jährige mit 1:3 in Rückstand, doch nach dem postwendenden Rebreak durchbrach er den Aufschlag des Weltranglisten-16. ein weiteres Mal und servierte zum 6:4 aus. Als der Deutsch Wagramer zu Beginn des zweiten Satzes ein weiteres Break folgen ließ, schien der Weg zum Viertelfinal-Einzug geebnet. Doch der Faden im Spiel des ÖTV-Davis-Cuppers riss, und Chela kam auf.

"Ich habe dann zu wenig gemacht, war zu wenig aggressiv und er hat das Kommando übernommen", erklärte Melzer nachher. Außerdem haperte es immer wieder beim Service des Wahl-Wieners, was Chela zu nutzen wusste. "Der Aufschlag muss konstant über zwei Sätze kommen, dafür war ich aber zu schwach", gestand der Lokalmatador ein, haderte zudem mit zwei, drei Schiedsrichter-Entscheidungen.

Darin sah Melzer aber keinen Grund für die Niederlage, bescheinigte Chela vielmehr eine gute Leistung. "Sicher passt auch sein Spiel besser zu dem Belag." Melzer selbst spielt heuer aber zumindest noch ein weiteres Mal auf dem von ihm zu langsam empfundenen Court, und zwar am Freitag mit Alexander Peya im Doppel-Viertelfinale gegen die Polen Mariusz Fyrstenberg/Marcin Matkowski (4).

Im Einzel bleiben die Viertelfinali 2002 und 2006 die besten Wien-Abschneiden Melzers, heuer wartet er seit Mitte August auf mehr als zwei Siege auf der Tour en suite. Das wird der Weltranglisten-49. ändern müssen, um am Jahresende unter den Top 50 zu stehen. "Die Top 50 wären schön, aber dafür muss ich noch ein paar Matches gewinnen." Das wird Melzer bei den Super-9-Turnieren in Madrid und Paris sowie dazwischen in St. Petersburg versuchen.

(apa)