Das ist unser Mann in Südafrika: Gerhard
Kapl als Security Officer im Finalstadion

Überwacht Sicherheitsvorkehrungen in "Soccer City" Hoher FIFA-Funktionär: "Ist für mich eine große Ehre"

Das ist unser Mann in Südafrika: Gerhard
Kapl als Security Officer im Finalstadion © Bild: GEPA/Reichart

Während die ÖFB-Teamspieler eine Weltmeisterschaft wieder einmal nur vor dem TV-Gerät erleben, hat ein Österreicher schon jetzt die Final-Teilnahme sicher. Gerhard Kapl fungiert bei der Endrunde in Südafrika als "FIFA Security Officer" für das Soccer City Stadium in Johannesburg. Im größten, wichtigsten und vielleicht auch schönsten Stadion des Turniers gehen acht Partien über die Bühne, darunter das Eröffnungsmatch, ein Achtelfinale, ein Viertelfinale und das Endspiel.

In allen diesen Spielen wird Kapl im Auftrag des Weltverbandes darüber wachen, dass die Sicherheitsvorkehrungen im und rund ums Stadion eingehalten werden. Zwei Tage vor jedem Spiel leitet der Steirer ein Meeting mit Vertretern von FIFA, Polizei und lokalem Organisationskomitee, ein Bericht an die FIFA folgt jeweils einen Tag vor und nach einem Spiel. "Das ist genau die gleiche Aufgabe, die ich schon bei der WM 2006 in Deutschland hatte", erklärte Kapl.

Vor vier Jahren war der 63-Jährige in München im Einsatz und damit unter anderem für das Auftaktmatch und ein Semifinale zuständig, nun ist der steirische Verbandschef im Premium-Stadion des Turniers gelandet. "Es ist für mich schon eine große Ehre, überhaupt bei der WM dabei sein zu dürfen. Wenn man dann noch das Glück hat, im schönsten und wichtigsten Stadion zu arbeiten, ist das eine erfreuliche Sache."

Keine Sicherheitsbedenken
Kapl ist zwar in der Soccer City der höchste Sicherheitsbeamte der FIFA, doch die Letztverantwortung für die reibungslose Durchführung einer Partie liegt bei der Polizei. Nach der Meinung des früheren Referees wird es aber rund um die Spiele ohnehin nicht zu Ausschreitungen kommen. "Ich habe überhaupt keine Bedenken, dass etwas passieren könnte. Die Sicherheitsmaßnahmen sind in Ordnung und ich gehe davon aus, dass sie auch umgesetzt werden", sagte der Steirer, der schon beim Confederations Cup im Vorjahr für die FIFA tätig war.

Auch in der Stadt müssen sich die WM-Touristen laut Kapl keine Sorgen um ihr Wohlergehen machen. "Man muss sich einfach an die Anweisungen halten und am Abend nicht auf die Straße gehen. Egal, wohin man ins Ausland fährt, man muss sich an die dortigen Gegebenheiten anpassen, und das gilt auch für Südafrika", betonte der Chef der österreichischen Schiedsrichter.

(apa/red)