Das Knie hält, Michi Walchhofer atmet auf:
Olympia-Trainings erleichtern das ÖSV-Ass

Ohne Schmerzen funktioniert es aber noch nicht Klaus Kröll reißt eine 'Mega-Pretzn', bleibt unversehrt

Das Knie hält, Michi Walchhofer atmet auf:
Olympia-Trainings erleichtern das ÖSV-Ass © Bild: REUTERS

Aufatmen bei Michael Walchhofer. Österreichs Abfahrts-Ass unterzog beim Olympia-Vorbereitungstraining der ÖSV-Abfahrtsherren in Sun Peaks/Kanada sein verletztes Knie einem ersten wirklichen Härtetest und kehrte danach zufrieden ins Hotel zurück. "Ich bin schon erleichtert", sagte der Salzburger nach seinen drei Fahrten auf der ÖSV-exklusiven Trainingspiste.

Er habe in gewissen Fahrsituationen natürlich nach wie vor Schmerzen. "Aber ich bin zumindest in der Beziehung erleichtert, als ich das Knie jeden Tag spüre und es trotzdem nicht schlechter geworden ist. Das ist für den Kopf ganz wichtig", betonte der Ex-Weltmeister, der sich zwei Wochen zuvor in Kitzbühel einen Bändereinriss und eine Knochenprellung im rechten Knie zugezogen hatte.

Schläge kein Problem
Die Erleichterung über Walchhofers gelungenen Test auf den rund zehn Kilo schweren Abfahrtslatten war auch den Coaches anzusehen. Zwar absolvierte Walchhofer exakt eine Woche vor der Olympia-Abfahrt in Whistler Creekside wie der ebenfalls an Knieproblemen laborierende Mario Scheiber auf der "Piste OSV" am Mount Tod lediglich drei Fahrten, "es war aber alleine deshalb ein wirklich guter Test, weil die Piste teilweise extrem schlagig war. Damit hatte ich überhaupt kein Problem", zeigte sich Walchhofer zufrieden.

Die Zeiten standen zumindest bei Walchhofer nicht im Mittelpunkt. Auch am Sonntag wird der Routinier in Sun Peaks sein - reduziertes - Abfahrtsprogramm durchziehen, ehe es am Montag per Helikopter endlich ins Olympia-Revier Whistler Mountain geht.

Während Walchhofers Situation allgemein für Erleichterung sorgte, zeigte sich auch am Samstag wieder einmal, wie schnell im Abfahrtssport etwas passieren kann. Der Steirer Klaus Kröll fabrizierte einen wild aussehenden Sturz, blieb aber nach erstem Vernehmen dabei unversehrt.

(apa/red)