"Das Flugzeug ist ja heile": Eurofighter-Tests in Manching nun endlich abgeschlossen

Hoeveler: Prüfung fand auf Wunsch Österreichs statt Güteprüfung soll nun in Bälde über die Bühne gehen

Jener Test, der die Güteprüfung des ersten österreichischen Eurofighters neuerlich verzögert hat, ist mittlerweile erfolgreich durchgeführt worden. Die Prüfung, bei der ein Triebwerk des Jets während des Fluges abgeschaltet und danach neu gestartet wird, sei gemacht worden, sagte Eurofighter-Sprecher Wolfdietrich Hoeveler der APA. Der Test sei bei der mit der Zulassung bei Pkws vergleichbaren Stückprüfung ursprünglich gar nicht vorgesehen gewesen, Österreich habe sich diesen aber gewünscht und auch bekommen.

Die Stückprüfung der österreichischen Flieger erfolgt nach dem Muster des deutschen Programms, bei dem der besagte Test nicht vorgesehen gewesen sei, erklärte Hoeveler. Früher sei dieser Test bei allen Flugzeugen gemacht worden, sei dann aber vom Prüf-Programm gestrichen worden und soll nun wieder aufgenommen werden. Somit wird der simulierte Triebwerkausfall bei den restlichen 17 für Österreich bestimmten Jets standardmäßig durchgeführt.

Der Extra-Test hat jedenfalls eine Verzögerung der technischen Abnahme (Güteprüfung) des ersten Jets verursacht, da nun Dokumente überarbeitet werden müssten, so der Eurofighter-Sprecher und: "Nächste Woche geht es weiter." Ob sich Österreich weitere außertourliche Tests wünschen wird, konnte Hoeveler nicht sagen, es gebe aber "keinen Zeitdruck, bis zu einem bestimmten Tag fertig zu werden". Die Güteprüfung sei ein Routinevorgang und "dauert, so lange wie es dauert". "Wenn etwas aufscheint, dass einer Lösung bedarf, dann wird das gelöst."

Er gehe davon aus, dass die technische Abnahme planmäßig verläuft: "Das Flugzeug ist ja heile. Es fliegt." Zu den Verhandlungen um eine Kostenreduktion wollte Hoeveler nichts sagen.
(APA/red)