Das Comeback von Stefan Petzner: Seine Rückkehr als Kärntner Wahlkampfmanager

"Wie es mir jetzt geht, geht niemanden etwas an" NEWS: Wie er die Fäden im Kärntner Wahlkampf zieht

Das Comeback von Stefan Petzner: Seine Rückkehr als Kärntner Wahlkampfmanager © Bild: APA/Techt

Soeben ist er 28 Jahre alt geworden, Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat ihm ein Parfum geschenkt. Stefan Petzner freut sich über die Geste, aber sein Geburtstag ist für ihn "völlig bedeutungslos".

Wichtig sei jetzt nur, dass er wieder in seiner gewohnten Rolle agiere: als unermüdlicher Wahlkampfmanager des BZÖ, der die Partei am 1. März in Kärnten als klare Nummer eins ins Ziel führen will. In dieser Funktion ist er ganz der Alte: umtriebig, kettenrauchend, ständig das Handy am Ohr, mit drei Dingen gleichzeitig beschäftigt. "Alle Fäden laufen bei mir zusammen, ich akkordiere jede Aussendung, jeden Radiospot, die Medienauftritte."

Kärnten allein reicht ihm als Spielort nicht, er hat auch die BZÖ-Kampagne für die Salzburger Landtagswahl entworfen. Alle Plakate, das Design der Wahlgeschenke und der Wahltour-Autos tragen seine Handschrift.

Rasanter Aufstieg
Nach dem Unfalltod Jörg Haiders hatte es zunächst so ausgesehen, als hätte das BZÖ Petzner eine tragende Rolle bei der Weiterführung von Haiders politischem Erbe zugedacht. Doch seine unglücklichen öffentlichen Auftritte, bei denen er zutiefst emotional über sein privates Verhältnis zu Haider sprach, zerstörten seine Blitzkarriere, die 2004 als Haiders persönlicher Sprecher begonnen hatte. Er musste die Geschäfte als designierter BZÖ-Obmann an Herbert Scheibner abtreten.

Ob Petzner weiter davon träumt, an der Parteispitze zu stehen, lässt er offen. Im Augenblick denkt er angeblich nur bis zum Wahlsonntag, deshalb werde auch seine halbfertige Diplomarbeit noch weiter in der Schublade liegen.

"Ich mache wieder genau das, was mir am meisten Spaß macht. Sollte mir das BZÖ später den EU-Wahlkampf anvertrauen, wäre auch das spannend", meint Petzner. Und der Workaholic schwärmt in seinem kleinen Büro, an dessen Wänden Fotos von Jörg Haider hängen: "Ich brauche Wahlkämpfe zum Leben."

Keine Gefühlsausbrüche mehr
Nur wie es ihm jetzt persönlich geht, darüber lässt er sich nicht mehr in die Karten blicken: "Das muss ich mit mir selber ausmachen, das geht niemanden etwas an."

Lieber legt er seine Wahlstrategie dar. Eine Umstellung sei es, auf einmal nicht mehr für Jörg Haider zu arbeiten. Alle bisherigen Kampagnen seien stark auf Haider zugeschnitten gewesen. Die Kärntner Kampagne hat Petzner deshalb breiter angelegt, mit einem Dreier-Team - Landeshauptmann Gerhard Dörfler, dessen Vize Uwe Scheuch und Landesrat Harald Dobernig - und dem Slogan "Garantiert". Die drei Kandidaten, so erläutert Petzner, sollen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und in Summe alle früheren Haider-Wähler erreichen.

Zum Glück mache niemand den Fehler, zu sagen, er sei wie Jörg Haider. Petzner: "Mit dem Wahlslogan sagen wir ohnehin, dass wir Jörg Haiders Erbe bewahren und seine Politik fortsetzen. Dörfler gefällt's: "Er ist ein Künstler!"

Die ganze Geschichte finden Sie im NEWS Nr. 04/09!