Das "Burlesque"-Fieber greift um sich: Nach
Film-Erfolg sind jetzt Tanzkurse gefragt

Alle Infos: Wo "Bulesque"-Tanz unterreichtet wird Plus: Darum geht's im Streifen mit Christina Aguilera

Vor ein paar Jahren war wohl den meisten Menschen der Begriff „Burlesque“ nicht gerade geläufig. Doch seit Dita von Teese weiß man, was der „Burlesque“-Tanz ist und Christina Aguilera hat diesen mit ihrem neuen, gleichnamigen, Film salonfähig gemacht.

Popröhre Christine Aguilera ist derzeit in einen schwulen Glittertraum namens "Burlesque" auf der Kinoleinwand zu bewundern. Der Film versammelt mit der 30-jährigen Sängerin und Altstar Cher (64) zwei mächtige Stimmen zu einem Prinzessinnenmärchen vom Waisenkind aus Iowa, das als Landei in den halbverruchten "Club Burlesque" in Los Angeles kommt und dort unter Patronage der Clubmutter Tess den Sprung zum Star schafft. Und am Ende bekommt die Prinzessin Ali sogar den Prinzen, den sie selbst anfangs für schwul hält (Cam Gigandet) und rettet das finanziell angeschlagene Etablissement…

Ästhetisch gestaltete sich "Burlesque" in jeder Hinsicht als Spielfilmversion des 2001 entstandenen Videoclips "Lady Marmelade" von Aguilera, Lil' Kim, Mya und Pink. Vornehmlich im verruchten Halbdunkel des Clubs spielend, besteht der Film aus einer Abfolge von erotischen Revuenummern im namensgebenden Burlesquestil, den Dita von Teese wieder populär gemacht hatte. In ausgeklügelten Choreographien tanzen die Damen des Clubs zum Playback auf der Bühne, die primären Geschlechtsmerkmale notdürftig bedeckt, die sekundären dafür umso stärker betont. Allerdings bleibt das Ganze letztlich doch so ziemlich, dass die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) eine Freigabe ab sechs Jahren erteilen konnte.

Kurse und Club-Abende
Darum wird nun auch besagter Burlesquetanz wieder salonfähig und „normale“ Menschen möchten diesen erlernen, doch noch nicht besonders viele Tanzschulen oder Studios bieten Kurse dazu an. Recherchiert man im Internet, stößt man sogar auf Tanzschulen, die gerade auf der Suche nach Personen sind, die „Burlesque“ überhaupt erst unterrichten können. Ein paar Anlaufstellen gibt es dennoch für Interessierte:

Das Institut für Wissenschaft, Sport und Kultur bietet zum Beispiel Kurse im Burlesquetanz an ( www.iwsk.at ). Ebenso gibt es die Möglichkeit beim Cirque Rouge ( www.cirque-rouge.com in der Roten Bar, Burlesque-Workshops zu besuchen. (Ebenso kann man hier in Workshop-Form erlernen, sich für diesen Stil richtig zu kleiden, zu frisieren und zu schminken.)

Das Können kann man dann im Club Burlesque ( www.clubburlesque.at unter Beweis stellen. Im Phoenix Supperclub werden in unregelmäßigen Abständen Partys im Stile der 20er bis 40er-Jahre veranstaltet mit dem Ziel „den Lebensstil und die Unterhaltungsform des Burlesque Tanzes wieder in Wien zu beleben“. Hervorgehoben wird hier vor allem auch der Unterschied zum Stripdance. Ebenso wurde im Club Moulin Rouge ( www.moulinrouge.at ) der Donnerstag zum „Burlesque-Tag“ auserkoren.